Die Netzwerkerin! Antonia Egger
Shownotes
Seit bald acht Jahren steht Antonia Egger an der Spitze der Südtiroler Bäuerinnenorganisation. Die Bäuerin vom Obermaurerhof in Jenesien vertritt heute mehr als 17.000 Bäuerinnen im ganzen Land und ist für viele zu einer wichtigen Stimme der Landwirtschaft geworden.
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00:00:01: Feuer und Flamme, der Südtiroleins Podcast zum Sonntagsfrühstück.
00:00:08: Sie kennt die Höfe, Familien und die Menschen dahinter wie kaum eine andere.
00:00:12: Diesmal ist Zytirols Landesbäuerin Antonia Ecker bei dir Daniel am Frühstückstisch.
00:00:17: Es spricht jetzt über Frauen, die auf dem Hintergrund unglaublich viel leisten – über Familie, Zusammenhalt, Heimat und darüber, warum das ein echter Leben manchmal viel einfacher ist als wir denken?
00:00:27: Außerdem redet ihr beide über das was uns alle beschäftigt, Zeit, Stress, Werte und die Frage was im Leben wirklich zählt!
00:00:35: Und wie tickt die Landesbäusern eigentlich auch jetzt Antonia Ecker hier bei uns.
00:00:41: Feuer und Flamme,
00:00:43: das Sonntagsfrühstück!
00:00:45: Schönen guten Morgen!
00:00:47: Wann hattest du das letzte Mal frei unsere Zeit?
00:00:49: Also zwei Stunden lang Zeit zu frühstücken, wann war das?
00:00:52: Ja so genau kann ich es nicht sagen aber ich nehme schon auf die Freie gemütlichen Vormittag zu machen.
00:00:58: meistens ist es der Sonntagvormittage und die Genießen sind allein zu Frühstücken.
00:01:02: Dieses Bäuerin sein.
00:01:04: ist das für dich Leidenschaft Antonia oder... doch eher berufen.
00:01:08: Ich glaube, es braucht bei uns.
00:01:10: Es muss Leidenschaft dabei sein und Begeisterung dabei sein.
00:01:14: Es braucht auch Berufung.
00:01:15: Irgendwo wächst man eine.
00:01:17: Man wächst mit der Liebe zum Mann wahrscheinlich, aber auch wenn wir selber aus einem Bauernhof ausserkommen, dann hat man die Begeistung für die Landwirtschaft, fürs Arbeiten in der Natur.
00:01:32: Du weißt ja nicht immer Bauerinnen, sondern erst mal Lehrerinnen?
00:01:35: Warum dann das Witz?
00:01:36: In die Landwirtschaft?
00:01:37: wegen der Liebe, oder?
00:01:39: Genau.
00:01:39: Wegen der Liebe und den vier Kindern.
00:01:42: Irgendwann ist die Doppelbelastung nicht mehr tragbar geworden.
00:01:47: Es war ja so, dass mein Mann auch außerhalb gearbeitet hat.
00:01:50: Und das war dann wirklich ein Leben zwischen organisieren, zwischen Kinder verfrachten hin und her.
00:01:57: Man sagte, man kann es nicht weitergehen.
00:01:59: Und wieder arbeiten außen halb- oder dem Betrieb.
00:02:03: Dann haben wir uns für den Betrieb entschieden Bestentscheidungen in den Sonnengemeinsamen leben.
00:02:08: Heute klingt das relativ einfach, wir haben so entschieden.
00:02:11: aber das kann man vorstellen da bleibt schon eine Zeit der Unsicherheit oder?
00:02:14: Auf jeden Fall von einer sicheren Einkommen in einen Ungewisses hinzugehen weil das Einkommen an der Landwirtschaft ist immer ungewissig wetterabhängig auch vom Arbeitseinsatz.
00:02:26: Man kann ja mal krank werden und ausfalten.
00:02:28: Man muss seine Familie mit koordinieren es ein Investitionen zu machen.
00:02:32: Ich glaube, es ist schon eine Herausforderung.
00:02:33: Aber es ist auch das Bewusstsein.
00:02:35: Man ist der eigene Schäf und kann den Stundenplan selbst reinhalten.
00:02:39: Man muss aber auch geben, dass man einen Stundenplan nicht so lange macht oder zu viele Stunden macht.
00:02:43: Dass man sich auch sagt, jetzt ist genug für diesen Tag, für diese Woche ... Man muss sich auch mal an Auszeit nehmen!
00:02:50: Und
00:02:50: wie sehr vermisst du heute deinen Job als Lehrerin?
00:02:54: Eigentlich nicht mehr.
00:02:56: Ich habe Angst gehabt, dass ich ihn vermisse.
00:02:58: Es darf mir noch als Sublänz riefen Und dann haben sie mich schon gleich geworfen und ich sagte, das Kapitelschul ist jetzt abgeschlossen.
00:03:05: Ich habe aber trotzdem mit der Schule zu tieren, weil wir ja als Bäuer in einer Organisation einige Schulprojekte haben.
00:03:11: Deswegen ist die Erfahrung von dem ersten Beruf wirklich hilfreich.
00:03:16: Man hat einen anderen Zugang zum Schulsystem und auch im Austausch mit Schulamt und den Stellenkehmerfach ... ein guter Forum, den ich vorher gehabt habe.
00:03:27: Ich
00:03:27: stelle mich vor, dass es dein Hauptjob als Landesbäuerin ist?
00:03:30: Du hast vor allem mit vielen Menschen zu tun oder?
00:03:33: Ja ja, jetzt als Landesbauerin mit vielen Leuten zu dienen haben wir auch als Bauerin mit viele Menschen zu dien und das ist eigentlich toll weil man da die Menschen von zwei verschiedenen Perspektiven kennenlernt.
00:03:44: Wir sind ja in der Direktvermarktung tätig und hier kann man das eigentlich gut kombinieren Als Landesbauerin wirklich auch mit den Menschen draußen auch anders dorsprich, weil man halt auch verschiedene Sichtweisen mit ihnen kriegt.
00:03:58: Und ja es ist spannend allen wieder jeden Tag aufs Neue der Umgang mit Menschen in verschiedenen Situationen und in verschiedenen Momenten.
00:04:07: Jetzt bist du schon seit einigen Jahren Landesbäuerin?
00:04:09: Ich glaube jetzt waren's acht Jahre, gell!
00:04:11: Ja
00:04:11: ich bin jetzt im achten Jahr...
00:04:14: Wie können wir uns deinen Job
00:04:15: vorstellen?!
00:04:17: Mein Job ist viele Netzwerken, auch verschiedene Sitzungen.
00:04:20: Viele Austauschen.
00:04:22: Aber es heißt nicht, dass ich jetzt Tag für Tag als Landesbäuer unterwegs bin.
00:04:27: Es ist toll, wenn man als Bäuerin viel Flexibilität hat und sich ein bissel die Arbeit einteilt.
00:04:33: Für mich ist es gut, dass sie nicht weit weg vom Boot sind.
00:04:37: Auch wenn er eine Terminformitur ist, kann das vielleicht oft mit anderen Amtsgang private verbinden.
00:04:44: Und oft ist es auch eine kurze Auszeit für mich, weil meine Arbeit am Hof manchmal sehr streng ist.
00:04:49: Es ist oft mal ein Moment der Erholung, wenn man sich schnell herrichten muss und sich aufs nächste Tagesordnung hin vorbereiten.
00:04:57: Aber für mich ist das wirklich tolle Kombination und mich freizt, dass ich wirklich die Aufgabe für ihre Bauern im Land übernehmen darf, was mir zuerst ein bisschen ... Dafür kann man halt schon eine große Lasche dazutragen.
00:05:14: Ich finde das momentan nicht mehr als Last, sondern als Freude.
00:05:18: Und ich bin wirklich dankbar, dass ich die Stimme der Bäuerin sein darf!
00:05:22: Du bist eine Bäuerinn, aber wenn man dich so reden hört, dann klingt es auch sehr nach Managerin oder?
00:05:28: Du managest viel,
00:05:29: oder?!
00:05:30: Mittlerweile nicht immer so.
00:05:31: Zumindest nicht mal auf dem Betrieb, weil wir den Betrieb schon übergeben haben...
00:05:36: Aber außerhalb, meintest du?
00:05:37: Ja.
00:05:38: Zwischen die Termine zogen ist ihr in Absprache mit dem Büro.
00:05:43: Ich bin ja gleichzeitig ein Bauernbund im Präsidium vertreten und da sind auch verschiedene Aufträge zu übernehmen und sich einzubringen.
00:05:53: Es ist spannend, wieder jede Woche aufs Neue ...
00:05:58: Cool!
00:05:59: Jetzt wird es heuer das internationale Jahr der Bäuerinnen gefeiert.
00:06:02: Dabei geht's vor allem um euren Job zichtbarer zu machen und zu stärken.
00:06:06: Würdest du das so stehen lassen?
00:06:08: Auf jeden Fall, aber es soll auch nicht gleich heuer passieren, sondern dieses Jahr soll ihn selbst als Bäuerin motivieren diese Sichtbarkeit weiter auszutragen, allen wieder weil die Bäuerin macht wirklich viel Arbeit im Hintergrund auf dem Betrieb der nicht gesehen wird.
00:06:25: Aber wenn die Arbeit nicht gemacht wird, dann funktioniert dass der Betrieb Bauernhof nicht so gut Sondern es ist wirklich ein Putzleteil, und jeder hat seinen Teil zu erfüllen.
00:06:38: Und genau der Bacht macht meistens die Bäuerin.
00:06:42: Die Hausarbeit in einer Bauernhof-Familienbetriebe.
00:06:47: Man muss auch den Bachten passen.
00:06:49: Das Essen muss da sein.
00:06:50: Natürlich kann man das manchmal machen oder macht's oft.
00:06:54: Aber irgendwo alle Sachen, die die Bäuerin macht, sind im Hintergrund.
00:06:59: Genau das soll man nach vorne bringen.
00:07:01: Es ist auch die Kehrarbeit, es gibt eine Pflegerarbeit für Senioren, für die Altbauern und Bäuerinnen.
00:07:08: Kinderbetreuung oder Kinder ... Man hat ja Familie.
00:07:11: Das alles muss zusammen spielen mit der Hof in die Zukunft geführt werden.
00:07:16: Und genau diese Arbeit ist ganz wichtig für die zukünftige Landwirtschaft.
00:07:22: Die Arbeit wird einfach wenig sehen.
00:07:24: Ich hoffe, dass die BäuerInnen durch das Jahr auch mehr Selbstbewusstsein bekommen, diese Arbeit aussitzen zu können oder dass sie von einer anderen gesehen werden.
00:07:32: Nicht nur die Gesellschaft, sondern auch auf der eigenen Familie.
00:07:35: Das ist oft so selbstverständlich und das wird nicht mehr gesehen.
00:07:38: Deswegen ist es ganz wichtig, was wir dieses Jahr haben hier oben.
00:07:41: Aber es geht auch darum ... die Lebensmittelproduktion viel Verkauf von Bäuerinnen gemacht wird.
00:07:48: Natürlich ist das Jahr nicht nur jetzt auf Südtirol bezogen, ausgerufen geworden sondern weltweit und da sind wirklich viele Frauen verantwortlich für die Lebensmittelsicherheit, gerade in den unterentwickelten Ländern und ich glaube du musst mir das Ganze sehen.
00:08:03: aber ich sehe es einfach toll dass man dieses Jahr ausgeraufen gewacht ist.
00:08:07: Spielt eigentlich Neid unter den BäuerInnen überhaupt keine Rolle?
00:08:12: Leid ist irgendwo ein etwas gesellschaftliches Problem und das kommt allem wieder vor.
00:08:17: Und ich sage allgemein auch, man soll alles schauen was man selber vieles dolles hat und nicht alles schauen, was der andere hat oder was sie nicht haben.
00:08:27: Man soll mal schauen was hat man selbst?
00:08:29: Was kann ich selber?
00:08:30: Was muss jeder Mensch aufbauen?
00:08:35: Das macht einen doch zufriedener.
00:08:37: dein Leben!
00:08:38: ehemalige Lehrerin haben wir gehört.
00:08:40: Familie Hof, später Landesbauerin ... Hast du schon als Kind so?
00:08:45: Also so organisiert, sag ich mal!
00:08:47: Ja glaube es ist ein bisschen meine Lebensgeschichte was mir da hingefährt hat.
00:08:52: Bin sich in der Familie so gewesen dass der Vater relativ jung gestorben ist und dann waren wir irgendwann drei Frauen am Hof Meine Mutter, meine ältere Schwester und die Und dann haben wir uns schauen den Betrieb weiter zu kriegen.
00:09:05: Ich war noch in Rausbildung.
00:09:06: meiner Schwester an und das hat nachher schon geformt Hat auch geformt, dass man sich getraut hat, etwas zu fordern.
00:09:13: Auch getraute hat es sich durchzusetzen und hat sich auch getrauten in der Männerwelt auszugehen.
00:09:18: Weil jeder Hof ist ja auch mit Interessenten verbunden, mit einem Konsortium.
00:09:23: Und damit man auch informiert ist, ist man doch auch zu den Versammlungen gegangen?
00:09:28: Ja!
00:09:28: So als junges Mädchen in eine Versammlung eingehen, wo alles Männer sitzen war schon ... hat dann schon geprägt.
00:09:34: Aber
00:09:34: das heißt im Umkehrschluss, du wolltest eigentlich nicht Bäuerinnen bleiben?
00:09:39: sondern bis Richtung Lehrerin, also diesen Job gegangen und danach wieder zurück?
00:09:43: Irgendwo war ich nie abgeneigt, Baujahren zu werden.
00:09:46: Aber das hängt ja eben so ab, da hab' man eine gewisse Kappe.
00:09:49: Ich kriege meine Schwester grün in der Familie oder nicht, was sie nachher nettau gehabt haben.
00:09:54: Sie waren noch allein stehend.
00:09:57: Und dann hab' ich meinen Mann kennengelernt.
00:09:59: Dann haben wir halt jetzt zwei Betriebe zusammengeführt... ...und irgendwann hat ein Hauernsohn den Betrieb von daheim übernommen.
00:10:06: Ja!
00:10:07: Das kommt so.
00:10:09: Manchmal kann man etwas nicht sagen, das möchte ich dir.
00:10:12: Eine große Rolle spielt dann natürlich auch deine Familie.
00:10:14: Hast du gerade immer gesagt?
00:10:16: Wie würden dich deine Kinder beschreiben oder deinen Mann hier bei mir?
00:10:21: Da tut mich jetzt selber hart!
00:10:22: Dann müssen wir mal in sie fragen.
00:10:24: Na sag nur, bist du eher eine Strenge?
00:10:29: Als Mutter war ich eher konsequent.
00:10:31: Eher streng weil ... So ein bisschen kimm ich noch die Lehrerinnen aus, dass man auch ein bisschen Grenzen setzt.
00:10:39: Grenzen sollen auch ein bissel führen.
00:10:42: Aber jetzt glaube ich mich nicht mehr ins Leben der Kinder rein.
00:10:45: Bewusst nicht mehr weil sie ja mir irgendwo halt gekriegt und jetzt sollen sie selber ihren Weg gehen.
00:10:52: Hat dich eigentlich dazu gebracht für diesen Job zu bewerben als Landesbäuerin?
00:10:59: Ja, da bin ich richtig einig schon.
00:11:01: Das
00:11:02: klingt gut!
00:11:03: Ich war zuerst so klassische Karriere bei einer Bäuerinnenorganisation.
00:11:07: Zuerst macht man die Schriftführerin oder die Achtsgruppe und dann waren es zwölf Jahre.
00:11:11: Dann waren es acht Jahre Bezirksbäuerin.
00:11:13: Und dann brauchte man auch ... Jetzt passt das jetzt.
00:11:17: Ende meiner Bäuerinarbeit.
00:11:21: Wir brauchen eine Landesbäuern und du weißt die Ideale.
00:11:25: Oh, hab ich gesagt?
00:11:26: Schon.
00:11:28: Möchte ich mir das alles sagen?
00:11:30: Ja, mach es halt.
00:11:32: Wenn ich so frisch gewählt war, dann habe ich mich gedacht ... Nein!
00:11:34: Das ist aber schon eine Schulnummer zu groß.
00:11:37: Oh, wenn ich die Schule nicht verliere.
00:11:40: Irgendwo stand auch der neu gewählte Landesbauer in einem Rad sehr hinter mir.
00:11:45: Ich habe ein tolles Büro.
00:11:46: halben wieder in den Jahren, als ich jetzt Landesbäuerin hatte und immer im Baum am Verband bin.
00:11:54: Im Baum am Bund bin ich sehr gut aufgenommen und gewachten.
00:11:57: Ich dachte, das geht schon.
00:11:59: Aber es war schon ... Ja!
00:12:01: Am Anfang des ersten Monats haben wir gedacht, ja, ich darf das.
00:12:06: Und wirklich alle haben damals ... Alle haben sich für dich als Chefin ausgesprochen?
00:12:11: Ja, ich war selber überrascht von dem polgaerischen Ergebnis.
00:12:15: Genau deshalb habe mich noch ein bisschen noch fast in mir Angst gemacht, weil irgendwo ist mir vorgekommen, mit Erwartungen an mich bin ich schon im Stande zu erfüllen.
00:12:26: Und im Laufe der Zeit habe ich gemerkt, ich muss nicht große Erwartungen erfüllen.
00:12:31: Ich möchte auch das sein wie ich
00:12:33: bin.".
00:12:34: Wir feiern heuer das internationale Jahr der Bäuerinnen und darüber haben wir schon vorhin kurz gesprochen.
00:12:38: Wie würdest du sagen geht es ihnen im Jahr?
00:12:41: Im Jahr zwanzig?
00:12:42: Den BäuerInnen natürlich sind allen gleich gut.
00:12:47: Das hängt immer von den Grundschlagen ab Und da hat es gerade bei der letzten Landesversammlung die Landesbayerin von Bayern gut auf den Punkt gebracht.
00:12:59: Wir haben in diesem Betrieb, wo ich und wir sind Sam das Beste draus machen.
00:13:04: Und eben manche haben eine gute Lage und manche einen anderen Lager, der nicht so gut ist.
00:13:09: Mir keiner nicht wie Firmen in ein anderes Land ziehen um nachher wieder die Firma zu trauen, wie es heißt weiter mal.
00:13:17: Sondern wir sind hier ein bisschen achtsgebunden.
00:13:21: Ja, das ist allen wieder die Herausforderung.
00:13:22: Das Beste
00:13:23: daraus zu machen?
00:13:25: Beuerin zu sein aber so grundsätzlich, dass es mit den Jahren einfacher geworden oder eher nicht?
00:13:32: Ja und nein!
00:13:33: Das mitten Jahr hängt davon ab, selber hat man verschiedene Reife mitgekriegt, dann nehmen wir bestimmte Sachen gelassener.
00:13:43: Aber die Anforderungen an Lebensmittelproduktionen sind größer Der Bürokratieaufwand ist mehr geworden.
00:13:54: Manchmal sagt man eher sinnlos, braucht es alle diese Papiere.
00:14:00: Aber trotz der ganzen Herausforderungen glaube ich, haben wir echt noch Bäuerinnen und Bauern die begeistert sein in ihrem Behof drinnen.
00:14:09: Weil irgendwo ist man doch selber der Schäf.
00:14:11: Man kann selbst entscheiden wie führe ich meine Betriebe?
00:14:15: Nicht immer, aber auch die verschiedenen Auflagen Aber man kann halt echt ein bisschen gestalten.
00:14:20: Was viele beschäftigt, alles wird schneller digitaler stressiger und deshalb wollen viele vor allem eins nämlich runter kommen.
00:14:28: Antonia ist das der Grund warum sich viele von uns plötzlich wieder nach Einfachheit sehnen so grundsätzlich?
00:14:35: Ich glaube es ist wichtiger dass man noch denkt, dass es wichtig ist schon allem, dass man eine Lebensmittelsicherheit hat Dass man nicht alles gleich und schnell und heimt haben muss oder schon gestern sondern auch Das ist im Moment langsamer, genau so geht.
00:14:50: Die Welt dreht sich halbengleich und wir können ruhig einen Schritt längsamer machen.
00:14:56: Und das ist oft in der Landwirtschaft möglich nicht allm, weil natürlich auch ... Was die Landwirtschaft hat ja mit arbeitskräftem Mangel zu kämpfen, gerade bei den Erntezeiten.
00:15:07: Und zusammen kannst du noch nicht länger machen.
00:15:09: Aber es sind natürlich in der Landschaft Momente, wo man sagen kann, dass ich ein bisschen gemütlicher das mache.
00:15:16: Wenn du von Genesien aus auf uns runter schaust, sag ich mal extra.
00:15:20: Haben wir normalos das dem vielleicht ein bisschen verlernt?
00:15:24: Das normale Leben?
00:15:25: Ja, man kann es nicht generell sagen.
00:15:28: Ich glaube, jeder muss für sich entscheiden wie er sein Leben macht.
00:15:32: aber ich glaube es ist ja die Aufgabe vor jedem Anzenen dass er's ein bissel auf sich schaut und da im Moment den Gang längsamer einstellt.
00:15:40: Also meine Eltern haben auch einen Hof wie du weißt.
00:15:43: Und die sagen jedes Mal, wenn sie aus der Stadt zurückkehren, denken sie sich, wie hektisch haben es die unten?
00:15:49: Geht's dir genauso oder...?
00:15:51: Ich brauche manchmal Stadtleben
00:15:52: einfach
00:15:54: auch um nicht allem das Hofdenken zu holen.
00:15:58: Manchmal muss ich mal ins Blaue fahren, dass ich mal eine Stadtbesichtigung außerhalb mache und dann gehe mich aber ganz, ganz zufrieden haben.
00:16:06: Oder auch wenn ich zwei, drei Tage einmal wirklich meine Auserhalbe habe, bin ich ja dankbar, da ich am Arbeiten darf.
00:16:13: Und deshalb gehst du wahrscheinlich auch gerne auf die Märkte, oder?
00:16:15: Kann ich mir vorstellen, weil das einfach
00:16:16: ... Ja, auf den Märkten geht es deswegen gern, weil's einfach toll ist.
00:16:21: Das Lebensmittel, was Du selber produzierst direkt in Konsument zu übergeben.
00:16:28: Dass er ein Gespräch mit Konsument haben kann.
00:16:31: Dass man auch über das Lebensmittel oder auch über dieses Produkt spricht.
00:16:34: Warum es nicht so schön gelungen ist und warum es immer gut ist.
00:16:38: Weil gut im Aussehen schön ist, weil gut ist allen.
00:16:41: Und oft mal über die Herausforderungen, das Anbaus zu reden.
00:16:44: Es war ein Svetter und jetzt auch zu normal Kogel.
00:16:48: Das ist so gelungen ... Ich glaube es ist einfach wichtig, dass die Kunden, die Konsumenten merken, es nicht allmals selbstverständlich.
00:16:57: Ich will ihm eine bisschen Dankbarkeit vermitteln.
00:17:00: Wir sind ja dankbar, wenn wir etwas gut ernten können.
00:17:03: Und ich glaube der Kunde soll dankbar sein, dass er ein gutes Lebensmittel kriegt.
00:17:07: Ich muss nicht sagen, du musst jetzt danke sagen!
00:17:10: Aber irgendwie die Vermittlung...
00:17:12: ...Wertschätzung einfach.
00:17:13: Genau, die Wertschätzungen!
00:17:14: Und da kriegt man wirklich alleweil mehr.
00:17:17: Du denkst mir wieder eine neue Aufgabe hier, was wir so hatten mit der Gerektvermarktung.
00:17:22: Das lohnt sich.
00:17:22: Diesmal bei uns Antonia Eckern, seit bald zehn Jahren sage ich schon, es sind acht Jahre bis zur Landesbeuerin und noch nie war die Landwirtschaft so weiblich.
00:17:32: Da freust du dich wahrscheinlich auch?
00:17:34: Auf jeden Fall Auf jeden Fall.
00:17:36: Und zwar freie mir deswegen, weil ich oft merke, wenn es so die Hofübergabe ist, dass auch die Hofübergeber ein Stolz haben mit ihrer Tochter, der in Zukunft noch in den Hof weiterführt.
00:17:47: Das sehe ich halt wieder und das denke man toll!
00:17:50: Weil fräherisch ist es einfach, so wie du es dein Sohn musst und mancher Sohn muss gar nicht landwirtschaftfrei dafür führen.
00:17:58: Und jetzt wird wirklich geschaukt, der es lieber macht, der dich besser um Voraussetzungen hat Der sagt, ich bin bereit.
00:18:07: Es ist oft auch der Fall, dass es die Tochter übernimmt und nicht der Sohn, weil der Sohnt sagt, wir üben mit Frau wenn er das nicht übernehmen muss.
00:18:16: Und früher waren wirklich Söhne auf den Gezwungen gewachten, den Hof zu übernehmen.
00:18:21: Es sind so, dass alle Mädchen wie Buben gute Ausbildung haben ... Man sieht es wirklich in so einem Schulsystem gut drauf, dass alle Möglichkeiten haben sich auszubilden.
00:18:34: Manche haben sogar eine doppelte Ausbildung.
00:18:36: Viele der Jugendland wird ja auch ein Hochschulstudium und ich glaube das ist ganz wichtig weil es macht unsere Landwirtschaft viel weniger.
00:18:45: Das bringt unsere Landwirtschaft weiter, weil sie einfach einen weiteren Blick fürs ganze Leben haben.
00:18:50: Genau der richtige Weg!
00:18:51: Wenn wir jetzt über deinen Job als Bäuerin sprechen dann sprechen wir vor allem auch über deinen Gemüse garten.
00:18:57: Dein Lieblingsgemüse?
00:18:59: Das ist ganz schwach zu sagen, das hängt allen vor der Saison noch.
00:19:03: Ich freie mich früher auf dem ersten Brasilianer.
00:19:05: Dann freie ich mich auf die Ersten Zucchini und den ersten Bohnen.
00:19:10: Die Bohne sind so lau... Ja, fast die Bohnne sind mein Lieblungs-Gemüse!
00:19:14: Was findest du dort als ein lieben Gemüser?
00:19:17: Ist es die Ruhe, dass geherrdet sein oder...?
00:19:21: Wir haben viele Schnittblumen und ich liebe es im Blumenbett, die Blumestraise zu machen.
00:19:28: Weniger Gemüse, dann eher die Blumen.
00:19:30: Na beides!
00:19:34: Ja klar wenn man da so viel Leidenschaft reinsteckt, dann möchte man auch, dass die Leute das zu schätzen wissen.
00:19:39: Das ist ganz klar was wir vorhin kurz angesprochen haben.
00:19:42: aber das wissen sie schon oder?
00:19:45: Sie freuen sich aufs Gemüso und auch auf meine Schnittblumen und sie freuen sich an mir die Tochterstee von Claren Radscher.
00:19:54: Manchmal geht sich der Ratscher raus, manchmal auch nicht.
00:19:56: Weil viele Kunden sind und ja ... Und wenn ich so denke, am Anfang habe ich zu meinem Mann gesagt, dass es Warsch auf dem Markt geht, dann halt nicht.
00:20:05: Und jetzt lieb ich's!
00:20:07: Ich tue mich fast irgendwann, wenn sich ein Termin nicht verschieben lässt, weil sie genau an einem Maktag drinnen sind.
00:20:12: Die mussten anschauen, da ist jemand anders.
00:20:15: statt mehr auf dem Markt geht.
00:20:17: Nein, jetzt habe ich halt einen Markt wieder nicht, wo ich kann
00:20:19: gehen.".
00:20:20: Das sind Spagatsberuf-, Familie-, Alltag und Zeit für sich selbst haben.
00:20:25: Hinzubekommen ist nicht einfach!
00:20:27: Es gibt bestimmt auch Momente, wo auch die alles so viel geworden ist.
00:20:30: Kann ich mal vorstellen?
00:20:31: Oder mit vier Kindern Hof dann nach Märkte oder wie war das bei dir immer?
00:20:37: Ja, der Moment war irgendwo vor ich als dritte Kind bekommen hab Und jetzt wird er Haushaltshilfe angestellt, weil ich bin noch arbeiten gegangen.
00:20:47: Irgendwo war es nicht zu schaffen.
00:20:49: Ich hatte auch noch das Glück, die eine oder andere Frau zu bekommen, die mir noch ausgeholfen hat und dann irgendwo ist noch die Entscheidung gekommen nur mehr Betrieb.
00:20:59: Aber auf dem Betrieb, wenn die Kinder klang werden sein, haben wir auch Frauen gehabt, die uns unterstützt haben.
00:21:05: Die sind ein bissel beim Ernten-Kolfmomo drei in der Gartenarbeit.
00:21:10: auf sich selber anschauen und auch sich die Auszeit nehmen.
00:21:16: Eben, das ist es richtig oder?
00:21:17: Ja unbedingt!
00:21:19: Und nicht denke ich nein, der Betrieb geht nicht weiter, das muss ich tun.
00:21:21: Es geht eben weiter.
00:21:23: Deswegen, es geht besser weiter wenn wieder mal ein Tag oder zwei aussteigt und danach ist man mit voller Kraft wieder da.
00:21:29: Wir feiern ja heuer als internationale Jahr der Bäuerinnen.
00:21:32: jetzt bei großen Feiern darf man sicher immer auch etwas wünschen.
00:21:35: was wünschst du dir für die Zukunft der Bäuern?
00:21:40: Ich wünsche mir, dass die Bäuerinnen all wieder mit Begeisterung ihre Arbeit am Betrieb machen.
00:21:45: Aber das ja auch in der Bäuer-Innenorganisation weiterarbeiten und miterbeiten.
00:21:51: Dass wir raten noch außen sichtbar sein und unsere Stärke sorgen.
00:21:55: Das stärkt die Landwirtschaft da insgesamt.
00:21:58: Dass die Landwirtschaft auch noch weiblicher wird?
00:22:01: Das auf jeden Fall!
00:22:02: Das war die Selbstverständlichkeit.
00:22:05: Noch zu deinen Zielen als
00:22:06: Landesbäuerin?!
00:22:08: Ja... Mein Ziel ist einfach, dass auch die Übergabe bei den nächsten Wahlen gut vonstatten geht.
00:22:17: Dass wir allen wieder begeisterte Bäuerinnen finden und dass sich Frauen mehr getrauen in die Verwaltungsräte der Genussenschaften zu gehen.
00:22:25: Dass sie sich auch die Zeit nehmen können.
00:22:28: Dass er dafür der Mann sagt, ich bleibe daheim in dem Moment bei den Kindern.
00:22:31: Dass das auch noch ein bisschen selbstverständlich wachte, ihre Rollenverschiebung.
00:22:36: Sonst können die Frauen diese Arbeit nicht wahrnehmen dass die Gleichberechtigung allen noch weitergeht.
00:22:44: Wir haben sie bei der Höfe eh schon relativ gut, weil die Frauen immer mehr mitsprechen bei den Betrieben.
00:22:49: Aber es ist wichtig, man muss auch die Entscheidung miteinander tragen und dem müssen auch vorher miteinander getroffen werden.
00:22:55: Deswegen kann man sich ja nicht gut miteinander tragen.
00:22:58: Was
00:22:58: bedeutet eigentlich das Wort Heimat für dich?
00:23:01: Heimat bedeutet mir einfach Südtirol wenn ich am Hof bin und mich erhebt von meinem Acker Und die Drami, Umi und Sieg in Rosenkochen und den Latemaar.
00:23:11: Das ist für mich Heimat der Blick.
00:23:14: Wo treffe ich dich an Sonntagen wie diesen?
00:23:16: am Liebsen?
00:23:18: Im Café!
00:23:20: Ich dachte das unterwegs auf dem Berg.
00:23:22: Bin eher nicht die Bergsteigerin.
00:23:25: Bin ein bisschen gemütlicher.
00:23:26: schon gerne wandern aber eben nicht zu anstrengend.
00:23:30: einfach die Heimat genießen Südtirol genießen auch auf dem Mal ein bisschen umerfahren und Wachtschaften kennen lernen, den man noch nicht so kennt.
00:23:38: Und da zufällig jemand treffen und einen gemütlichen Rad schon machen, das ist meine sonntägliche Erholung.
00:23:44: Vor dem Abschluss spielen noch die Frage – was war dein bisher schönster Moment als Bäuerin?
00:23:50: Es waren so viele Momente, dass ich sie gar nicht sagen kann.
00:23:53: Aber es fällt ja so spontan an.
00:23:56: Da bin ich jetzt stumm!
00:23:57: Da bin ich sprachlos.
00:23:59: Es gibt nicht oft so ein Fall, dass ich sprachelos bin.
00:24:02: Aber es waren viele Momente.
00:24:03: Jede Begegnung mit einem Bäuerin ist von mir einfach ein netter Moment.
00:24:08: Jetzt noch bitte meine Sätze komplettieren!
00:24:12: Heimat ist für mich ...
00:24:14: Ja, Inesen und Obermauerhof.
00:24:17: Familie bedeutet zu mir?
00:24:19: Getragen zu sein.
00:24:21: Glück finde ich
00:24:22: in meiner eigenen Zufriedenheit.
00:24:25: Als Landesbäuerin fühle ich mich
00:24:28: Getragen von vielen Bäuerinnen.
00:24:30: Südtirol braucht es mehr?
00:24:32: Einfach zufriedene Menschen!
00:24:34: Frauen sollten insgesamt
00:24:36: sich nicht immer answeifeln, sich einfach getrauen.
00:24:40: Ein perfekter Sonntag ist für mich
00:24:43: ein netter Ratsch, Vormittag und ein netiger Gemütlicher Ziergang über uns halten.
00:24:49: Kraft gibt mir.
00:24:50: Kraft gib mir einfach kurze Auszeiten.
00:24:54: Dankbar bin ich für
00:24:56: alles was ich habe.
00:24:58: Meine Familie ist für mich.
00:25:01: Das größte Glück, dass man passieren konnte.
00:25:03: Das
00:25:03: letzte Mal geweint habe ich?
00:25:05: Das passiert mir oft, das kann ich fast nicht sagen.
00:25:07: Ich bin wirklich auf Tränen.
00:25:10: Wegen einem Film beispielsweise auch so... Also auch da kannst du mal weinen schon!
00:25:16: Ich war gestern beim Wolfgang See und wenn der Leopold seine Wirtin gefunden hat, sind wir schon die Träne gekommen.
00:25:30: Besonders happy macht mich.
00:25:32: Wenn die Menschen rund um ihr herum gut drauf sind...
00:25:35: Und ich werde auch weiterhin
00:25:37: mit Begeisterung mich für die eigene Gemeinde fürs Land einsetzen.
00:25:42: Ja, vielen Dank lieber Antonia!
00:25:43: Für das Frühstück.
00:25:45: Das letzte Wort hier bei mir am Frühstücks-Tisch gehört immer meinen Gästen also auch die, ob bitte schön?
00:25:51: Es freut mich dass ich heute mit Daniel gefrüchtigt habe Und ich wünsche euch alles Gute und einen schönen Sonntag.
00:26:01: Vielleicht sieht man sich irgendwo.
00:26:05: Ja, dürfen wir uns gerne immer wieder bewusst machen wie wichtig alle Bauern bei uns in Südtirol sind?
00:26:09: Können wir nicht auf genug Dankeschön sagen?
00:26:12: Danke schön für euren Einsatz!
00:26:13: Nächste Woche freuen wir uns auf Sophia Meyer.
00:26:16: Sie ist eine bekannte deutsche Kriegsreporterin Investigativjournalistin Eine starke Frau
00:26:23: Feuer und
00:26:24: Flamme, das Südtiroleins
00:26:25: Sonntagsfrühstück.
00:26:27: Immer von zehn bis
00:26:27: zwölf
00:26:28: Uhr!
00:26:28: Und online zum Nachhören im
00:26:30: Südtiroleins
00:26:31: Podcast.