Mit Weitblick auf neuen Gipfeln – Ruth Oberrauch im Sonntagsfrühstück

Shownotes

Ruth Oberrauch hat die Präsidentschaft der Oberalp-Gruppe übernommen und führt das Familienunternehmen in die nächste Generation. Im Sonntagsfrühstück spricht sie über Verantwortung, ihren Führungsstil, den Mut zu Entscheidungen und warum Brückenbauen für sie der Schlüssel zum Erfolg ist. Außerdem erzählt sie, welche Rolle die Berge, ihre Familie und ihre Leidenschaft für Innovation in ihrem Leben spielen.

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00:00:01: Feuer und Flamme,

00:00:02: der Südtirol I Podcast zum Sonntagsfrühstück.

00:00:08: Feuer und flamme sind wir heute für eine Frau, die in Südturol nicht nur ein bekanntes Unternehmen prägt, sondern gerade ein neues großes Kapitel ihrer Familiengeschichte schreibt!

00:00:22: Damit übernimmt sie eine Führungssrolle in einer der bekanntesten Unternehmerfamilien unseres Landes.

00:00:27: Wir sprechen mit ihr darüber, wie es ist, in die großen Fußstapfen ihres Vaters zu treten – was Führungen heute für Sie bedeutet und wie Sie Tradition und Zukunft zusammenbringen möchten?

00:00:37: Wird

00:00:37: ein spannendes Gespräch, Magdalena, bei dir jetzt rot ober Rauch!

00:00:42: Feuer und Flamme.

00:00:44: Das Sonntagsfrühstück

00:00:46: Grüß dich.

00:00:46: heu.

00:00:48: Jetzt kennen viele natürlich den Namen Oberrauch, sofort verbinden damit natürlich Wirtschaft, großes Unternehmen eines der größten Unternehmen des Landes.

00:00:57: Bevor wir über das alles sprechen heute ist ein guter Sonntag!

00:01:00: Wie startet eine Route?

00:01:01: Oberraucht denn in einen guten Sonntage rein?

00:01:05: Auf jeden Fall mit ein bisschen länger schlafen als normal wenn es nicht gerade auf ne Frühlingsschitor geht oder ein Bergabenteuer.

00:01:12: Ein bisschen länger schlafen heißt, dass ich trotzdem gegen acht Uhr beim Frühstück sitze und mir an einem Sonntag fast immer zwei Cafés gönne.

00:01:22: Seit dem ersten Juni bist du Offiziellpräsident in der Oberalbgruppe und tritt damit als Nachfolgerin in die Fussstapfen deines Vaters.

00:01:30: Es sind ziemlich große Fußstapfengalrode!

00:01:32: Ja,

00:01:33: kann man so sagen...

00:01:34: Würdest Du sagen schon?

00:01:35: Als Kind warst Du so ein bisschen abdatigitsch, sagen wir hier ins wiederholen?

00:01:40: War ich ... Schwierig zu sagen, ich meine der Vater ist der Vater und natürlich immer ein Vorbild.

00:01:49: Unser Vater hat uns immer sehr viel Abenteuer ermöglicht, sehr viele spannende Wochenenden, sehr viel Zeit in der Natur und war immer für Action zu haben.

00:02:03: aber ich würde jetzt nicht sagen dass sich mehr eine Papi Gitsch als eine Mami Gitsche gewesen wäre.

00:02:08: Also beide als Vorbilder, wie habt ihr eure Kindheit verbracht?

00:02:14: Ja viel in den Bergen.

00:02:15: Die Berge sind sicher seit meiner Kindheit teil meines Alltags.

00:02:21: Wir haben unsere Sommerferien immer schon in Tiers auf einem alten Bauernhof verbracht Aber auch bei meinen Großeltern zum Beispiel im Passaillertal.

00:02:34: Das heißt die Berge waren immer schon Teil von meiner Kindheit.

00:02:39: Ich bin mit drei auf den Skiern gestanden und das war einfach ein ganz natürlicher ... Teil sich in der Natur zu bewegen, draußen im Freien zu sein.

00:02:51: Immer wieder Neues zu entdecken den ersten Kletterstall des Skifahrens, das Rodeln aber dann auch Hüttenwanderungen später ich glaube so mit zehn dann auch die ersten Skitouren.

00:03:02: Das hat einfach dazugehört und war für mich immer was ganz Natürliches immer mit sehr viel Freude verbunden auch, weil unsere Eltern meist auch die Wochenenden so geplant haben.

00:03:14: Dass wir mit anderen Familien unterwegs waren und entsprechend viele andere Kinder.

00:03:19: Das heißt das war eigentlich immer viel

00:03:20: Spaß an Erlebnis.

00:03:22: Hat man das schon mitbekommen vom Unternehmen her?

00:03:24: So ein bisschen was?

00:03:25: oder hattest du das nicht so auf dem Schirm ganz zu beginnen?

00:03:29: Nein also ich muss sagen dass das Unternehmen bei uns Zuhause am Mittagstisch eigentlich relativ wenig Platz eingenommen hat.

00:03:38: Auch meine Mutter dafür danken würde ich aus heutiger Sicht sagen, die immer auch darauf geachtet hat dass das Unternehmen zu Hause nicht so viel Platz einnimmt.

00:03:48: Ich kann mich dann erinnern dass es eher so als ich in die Mittelschule kam der Neugierde bei mir entstanden ist weil man natürlich mit bekommt ja okay irgendwas is da aber ich nicht so genau wusste was.

00:04:00: und In meiner Kindheit war das Unternehmen eher mit Fun Facts verbunden.

00:04:05: Ich kann mich erinnern, dass ich mal bei einer Modeschau teilgenommen habe.

00:04:09: Es waren eher so lustige Ereignisse aber es war jetzt nicht das Unternehmen an und für sich Präsenz sondern es waren eher kleine Events die halt in der Kindheit irgendwie ... bei mir verankert waren oder mal irgendeinen Firmen grillen, aber jetzt nicht das Unternehmen als solches.

00:04:27: Da kam dann eher irgendwann mit vierzehn bei mir etwas mehr Neugierde auf und ich habe dann auch proaktiv ein bisschen mehr nachgefragt.

00:04:35: Klar du bist nicht seit gestern im Unternehmens seit fünfzehn Jahren schon man wächst da rein, aber trotzdem so diese ersten Gefühle und so was schwingt denn da somit?

00:04:43: Nach dieser ersten Zeit jetzt!

00:04:46: Die Aufgabe, die Präsidentschaft der Oberalbgruppe zu übernehmen ist natürlich eine Aufgabe mit großen Respekt verbunden.

00:04:53: Weil es eine große Verantwortung ist.

00:04:55: wir sind immerhin Das ist für mich so vielleicht die Zahl, von der ich auch den größten Respekt immer wieder habe.

00:05:09: Es ist aber auch verbunden mit sehr viel Freude und Lust das nächste Kapitel der Oberalpgeschichte weiter schreiben zu dürfen weiterentwickeln zu dürfen, Dinge in Bewegung setzen zu dürfen.

00:05:24: Das heißt es ist ein schönes Gefühl auf jeden Fall wenn auch verbunden mit einer guten Portion Respekt.

00:05:31: Also Papi hat dazu gesagt die nächste Generation wird das besser machen als ich?

00:05:35: Was hat dieser Satz in dir ausgelöst?

00:05:38: Naja natürlich freut es mich weil es glaube ich vor allem Ausdrück dass er mir das jetzt auch wirklich zutraut.

00:05:46: Das gibt natürlich sehr viel Sicherheit, lasst eines sicher auch das eine oder andere mal ruhiger aus dem Büro gehen am Abend wenn man weiß okay es wird einem zugetraut.

00:05:58: und ich glaube weil du vorhin auf dieses Thema Fußstapfen angesprochen hast ich meine In Heiner's Fußstapfen kann man, glaube ich gar nicht reden.

00:06:09: Weil es gibt nur einmal einen Gründer und der Gründere Oberalpgruppe ist nun mal mein Vater Heiner.

00:06:16: Als solche Figur wird er auch einzigartig bleiben und als solcher kann er ja auch nicht ersetzt werden.

00:06:23: das heißt ich trete nicht in seine Fußstafen als Gründerer als Visionär der die Oberalbgruppe ins Leben gerufen hat sondern Präsidentin, also nur einen Teil seiner Rolle.

00:06:35: Weil der Gründer wird immer bleiben und werde da auch sicher andere Aufgaben übernehmen und andere herangehensweisen haben als er.

00:06:46: Den Gründern gibt es eben nur einmal.

00:06:48: Das stimmt!

00:06:49: Was glaubst du?

00:06:49: Was hast du denn von deinem Vater so übernommen?

00:06:51: Gibt's Ähnlichkeiten so charakterlich auch?

00:06:55: Ja, ich glaube schon.

00:06:56: Wir sind beides letztlich Menschen die gerne ihrem Instinkt vertrauen.

00:07:03: Mein Vater vermutlich noch extremer als ich.

00:07:08: Er ist ein Mensch der sehr seinen Bauchgefühl vertraut und er auch seine Visionen sehr intuitiv spürt und entsprechend dann auch verantreibt.

00:07:25: Ich würde sagen, dieses Bauchgefühl habe ich auch.

00:07:29: aber im Gegensatz zu meinem Vater, den direkte immer dazu dieses Bauchs Gefühl mit dem Kopf nochmal gegenzuschicken.

00:07:38: Ich bin die, die die Dinge doch noch immer durchorganisieren muss.

00:07:43: Es gibt zum einen diese diese Ähnlichkeit, dass wir beide Bauchmenschen sind.

00:07:49: Der Unterschied ist das ich vermutlich immer noch mit dem Kopf gegen Steuer.

00:07:53: Ich glaube es liegt ein bisschen am Frau sein manchmal.

00:07:55: Das kann man auch!

00:07:56: Beruflich voll ausgelastet und als neue Oberalpräsidentin eine Vielverantwortung gleichzeitig Family.

00:08:03: Wie bringt man denn sowas unter einen Hut?

00:08:06: Zunächst mal mit viel Unterstützung und mit viel Flexibilität.

00:08:11: Ich muss sagen, mein Mann und ich haben uns wirklich gut darauf verständigt dass wir zu Hause Beide gleich viel Verantwortung übernehmen, immer organisatorisch in der Kinderbetreuung.

00:08:25: Ich muss dazusagen meine Kinder sind oder unsere Kinder sind mittlerweile vierzehn und zwölf also ganz so viele Betreuungen brauchen sie auch nicht mehr wie mit drei vier vier Jahren.

00:08:36: aber das ist für mich schon ein sehr wertvolles Geschenk, dass mein Mann Stefan hier auch wirklich bereit war diese Verantwortung wirklich zu teilen.

00:08:49: Im Mitdenken, im Mitgestalten, im Organisieren.

00:08:54: das heißt wir sind beide gleich viel oder gleich wenig Zuhause.

00:08:58: Wir haben die Unterstützung von zwei Omas und auch einem Opa der jetzt vielleicht auch noch etwas mehr Zeit hat.

00:09:06: Wir haben uns aber auch organisiert mit Opairs, mit Studentinnen.

00:09:11: also wir haben ein sehr breites Netz weil wir natürlich auch beruflich beide sehr viel unterwegs sind.

00:09:17: das heißt wir brauchen schon ein unterstützendes Netz dass funktioniert und das hat sich sehr gut eingespielt die letzten Jahre.

00:09:26: unsere Kinder sind es auch von Anfang an gewohnt dass wir viel unterwegs Aber wir leben die Zeit, die wir miteinander haben gerade deswegen auch noch etwas bewusster.

00:09:36: Etwas intensiver vielleicht!

00:09:40: Wie verbringt ihr denn eure Freizeit gerne in den Bergen?

00:09:43: Am Wochenende

00:09:43: auf jeden Fall!

00:09:45: Die Kinder, Mufflik oder gehen Sie auch gerne in die Berge?

00:09:48: Hast du sie gut anstecken können mit der Bergbegeisterung.

00:09:51: Naja das hängt natürlich ein bisschen ab was wir machen so dieses normale Wandern.

00:09:55: dann muss man sich das eine oder andere Mal schon motivieren.

00:09:59: aber die Klettern beide total gerne die fahren beide gerne Skis.

00:10:05: der Große ist jetzt auch wirklich sehr auf dieses Thema Skitouren aufgesprungen.

00:10:09: Bike macht ihnen Spaß also prinzipiell sind sie voll mit dabei.

00:10:15: Brauchst du immer so zum Ausgleich oder in der Freizeit Sportaktivität?

00:10:19: Oder gibt es auch mal so die Tage, wo du sagst man halt einfach eine Ruhe einmal!

00:10:23: Ich brauche schon Bewegung, ich brauche vor allem Bewegungen draußen an der frischen Luft.

00:10:29: Ich kann aber schon auch mal eine Woche am Strand liegen und genießen.

00:10:34: Und vielleicht nur in der Früh meine Yoga-Session machen, also es ist jetzt nicht so dass ich immer Action brauche.

00:10:40: Aber Bewegung hilft mir schon auch meinen inneren Rhythmus zu entschleunigen.

00:10:47: Deswegen tut mir eine schöne Bergdur, eine schöne Skitour eine schöne Runde, auch wenn es nur schnell die zwei Stunden sind mit dem Bike einfach gut zu entschleunigen.

00:10:59: Ja ich glaube du kannst ein ganz gutes Vorbild auch für junge Mädchen sein und für junge Gitschen.

00:11:04: Siehst du dich auch als Vorbild manchmal?

00:11:07: Ich würde jetzt sagen ich habe nicht den Anspruch darauf einen Vorbild zu sein.

00:11:11: aber ich merke schon dass es ich würde sagen vor allem für junge Mütter spannend ist zu sehen wie man eben auch Familie leben kann.

00:11:25: Ich glaube da bin ich tatsächlich für den einen oder anderen, ich weiß nicht ob ein Vorbild aber mindestens ein Modell das mal zu einem Gedankenanstoß anregt oder ja genau einfach zu überlegen okay so kann es auch funktionieren.

00:11:40: wie kriegt man die Dinge unter einen Hut?

00:11:43: Ich weiß natürlich dass ich da auch privilegiert bin einteilen kann, so wie ich es brauche.

00:11:50: Aber ich glaube gerade in dem Bereich merke ich vor allem bei jungen Müttern dass das schon ein spannendes Thema ist.

00:11:55: Wer

00:11:56: guter Rat ist manchmal teuer?

00:11:57: Aber was würdest du raten den jungen Frauen?

00:12:01: Ganz schwierig!

00:12:02: Ich glaube es gibt nicht das eine richtige Rezept.

00:12:06: Gerade jungen müttern rate ich einfach auch auszuprobieren was für einen funktioniert.

00:12:18: Sohn oder unserem ersten Sohn und unserem zweiten Sohn eine andere Taktik angewandt.

00:12:24: Bei unserem erster Sohn bin ich sehr schnell wieder zurück von uns unternehmen.

00:12:29: nach den ersten vier, also vier Monate war schon wieder angefangen zu arbeiten.

00:12:34: Hab dann immer mehr aufgestockt war aber immer so ein bisschen hin und her gerissen hatte wenn ich im Büro war doch ein bisschen schlechtes gewissen dass sich nicht zu Hause war und wenn ich zuhause war schlechtes Gewissen weil ich das Gefühl hatte Die Dinge, die ich weiterbringen wollte nicht schnell genug weitertreiben konnte und hatte schon immer so ein bisschen dieses Gefühl von hin und her gerissen zu sein.

00:12:58: Bei unserem zweiten Sohn habe ich dann eine ganz andere Entscheidung getroffen und hab mir wirklich mal zwei Jahre, mindestens operative Auszeit genommen und habe in diesen zwei Jahren sozusagen meine Ausbildung weiter geführt und meinen Master gemacht weil ich einfach gemerkt habe, das tut mir vielleicht besser als dieses hin- und hergerissen zu sein.

00:13:23: Das war immer etwas was ich machen wollte irgendwann nochmal im Studium was dranhängen und ich hab es dann halt mit der Mutterschaft verbunden.

00:13:32: Und deswegen glaube nicht dass es den einen richtigen Weg gibt sondern man muss einfach ausprobieren was für einem funktioniert und das mag in einer Lebensphase auch ein Mix unter ein Rezept sein und in anderen ein anderer.

00:13:45: Ja, was sich einfach richtig und gut anfühlt.

00:13:48: Mit Lamund hast du ja im Unternehmen schon vor ein paar Jahren deine eigene Brand, deine eigene Marke geschaffen.

00:13:55: Bergbekleidung speziell für Frauen entwickelt so auf die Bedürfnisse der Frauen auch abgestimmt.

00:14:01: jetzt natürlich ich glaube das hatte ich auch ganz gut auf deine neue Rolle jetzt vorbereitet oder als Präsident in der ganzen Oberalpgruppe

00:14:09: Ja sicher.

00:14:09: Ich habe auch vor der Gründung von Lamund schon unterschiedliche Stationen innerhalb der Oberalp ausdesten dürfen sozusagen verschiedene Jobs, verschiedene Projekte.

00:14:24: aber die Gründungen von Lamunt hat natürlich sehr viel von dem was ich vorher schon als Erfahrungen gesammelt habe nochmal zusammengebracht weil Zum einen wir natürlich als House of Brand, so bezeichnen wir uns als Oberalbgruppe sehr stark mit dem Thema Brand beschäftigen und die Gründung einer Marke ist noch mal etwas ganz Spezielles.

00:14:53: einzige und erste Marke, die wir von Null auf in Haus gegründet haben.

00:14:58: Oberalp hat immer Marken übernommen und weiterentwickelt und zu dem gemacht was sie heute sind.

00:15:04: also manchmal war das auch nur ein Produkt mit einer Marke verknüpft und Oberalb hat diese marken dann sicher stark geprägt weiter entwickelt und ja zudem gemacht was was Sie heute ausdrücken.

00:15:17: aber es ist doch Trotzdem noch mal was ganz anderes, wenn man so eine Marke von Null auf denken darf.

00:15:24: Was verbindest du mit der Marke?

00:15:26: Dein Baby sozusagen, wenn du daran denkst, was fühlst du dabei?

00:15:30: Na ja natürlich schon sehr viel!

00:15:33: Schöne Emotionen.

00:15:34: Es war eine sehr intensive und spannende Zeit, gerade diese Gründungszeit von Lamund.

00:15:40: Für mich hat es aber vor allem auch sehr viel damit zu tun dass ich der weiblichen Perspektive auf den Berg einfach mehr Sichtbarkeit geben wollte und geben möchte.

00:15:53: Und für mich gerade jetzt in dieser Zeit ist eines der schönsten Gefühle jenes das sich das Gefühl habe dass dieses Gefühl oder diese Vision von mir einfach total mitlebt, mitträgt und sicher auch eine fantastische Zukunft trägt.

00:16:16: Du gibst jetzt die Führung natürlich weiter weil alles kannst du ja nicht managen!

00:16:20: Fühlt sich es vielleicht ein bisschen an, so wie ein Kind das groß geworden ist und jetzt top-long zum Flügewacht?

00:16:26: Na ja, groß ist Lamund noch nicht.

00:16:28: Ich würde sagen, Lamund kommt jetzt gerade mal aus der Kita heraus, dann kommt sie ins Kindergartenalter.

00:16:34: aber auch mit dem Kindergartentalter stellen sich die ersten ... Ansprüche auf etwas mehr Selbstständigkeit ein.

00:16:43: Vielleicht ist das ein ganz guter Vergleich, selber Schuhe anziehen und so weiter.

00:16:48: Und ich fühle mich aber total fein damit weil ich weiß einfach dass das Team genau meine Idee teilt und absolut in meinem Sinn weiterführen wird immer natürlich bereichernd mit neuen Impulsen, mit neuen Ideen.

00:17:09: Aber ich glaube Das Team ist super darauf vorbereitet und wird das perfekt weiterführen.

00:17:17: Was glaubst du für dich persönlich?

00:17:18: Was hast Du denn durch die Marke über Dich auch gelernt?

00:17:23: Ich habe wirklich gelernt, was Mountain Meathime für mich heißt.

00:17:29: Für mich war immer klar dass ich meine Bergzeit brauche und mir die auch nehme und nehmen möchte.

00:17:38: Aber natürlich, wenn man dann auch mit sich der Marke beschäftigt und dem Worthing beschäftigt.

00:17:45: Und dann werden diese Dinge nochmal bewusster.

00:17:49: Das Me-Time letztlich heißt, sich ganz bewusst Quality Time für sich selbst zu nehmen ist vielleicht schon etwas was in meinem Bewusstsein noch stärker verankert ist durch Lamund auch das Bewusstsein dafür, dass für mich die schönste Meet-Time einfach wirklich Zeit in den Bergen ist.

00:18:09: Ich seh dich ein bisschen als Bergführerin jetzt, gell?

00:18:12: Der Oberalbgruppe, du führst das Ganze jetzt an!

00:18:14: Was glaubst Du, was zeichnet auch eine Bergführerin, speziell eine Frau am obersten Spitze aus?

00:18:20: Naja ich glaube es geht sehr viel um zuhören und sehr aufmerksam nicht nur durch das Unternehmen zu gehen, sondern einfach auch durch die Welt zu gehen wahrzunehmen.

00:18:36: Welche Entwicklungen gibt es am Markt?

00:18:38: Welche Entwicklung gibt es in den einzelnen Bergsport-Communities?

00:18:43: Welchen neuen Dingen tun sich da auf?

00:18:45: Weil letztlich ist es ja meine Aufgabe als ... Unternehmerin, mich sehr intensiv mit der Zukunft zu befassen.

00:18:54: Das heißt ja natürlich ist wichtig wie wir in das nächste Jahr steuern welche Maßnahmen wir für das nächsten Jahr setzen.

00:19:00: aber noch wichtiger ist zu denken was wird in fünf Jahren relevant sein?

00:19:06: und entsprechend glaube ich es ist einfach eines der wichtigsten Aufgaben mit gespitzen Ohren und offenen Augen durch die Berge, durch das Leben und durch das Unternehmen zu gehen.

00:19:18: Wenn du heute so auf deinen Lebensweg zurückblickst, da sind dann so die Steps, auf die du auch mit Stolz bis jetzt zurück schaust?

00:19:25: So im Groben ist ein Coer-Schnitt.

00:19:28: Gar nicht so einfach vielleicht eher.

00:19:32: was sind so die Schritte oder die Lebensphasen, die mich geprägt haben?

00:19:38: Ich würde mal sagen dass ich nach der Oberschulzeit relativ planlos war, was ich dann jetzt eigentlich machen möchte.

00:19:48: Es war alles mögliche offen... Ich habe mich dann entschlossen wirklich mal ein Jahr arbeiten zu gehen.

00:19:58: War dann auch in San Donati Piave im Veneto ein Jahr lang oder ein gutes Dreivierteljahr und hab dort einem damals führenden Mode-Einzelhandelsgeschäfte gearbeitet, habe wirklich vom Verkauf bis Visual Merchandising ein bisschen auch im Einkauf unterstützen dürfen.

00:20:18: Aber das war für mich eine super wertvolle Erfahrung weil es mir einfach auch gezeigt hat was mir Spaß macht und was mir vielleicht auch weniger Spaß macht die Entscheidung für ein Studium einfach auch erleichtert.

00:20:36: und selbst im Studium dann, weil man ja manchmal dann vielleicht doch die eine oder andere Prüfung mit der man sich schwer tut.

00:20:43: Aber wenn man weiß okay ich habe verstanden was mir Spaß macht.

00:20:47: Für mich war es einfach dieses Arbeiten mit Produkt, die Leidenschaft für die schönen Dinge Bekleidung, Mode oder später dann eben auch den Berg Sport als.

00:20:58: aber es hat für mich immer sehr viel mit Harmonie und Ästhetik zu tun.

00:21:03: Das habe ich einfach in diesem Jahr verstanden.

00:21:05: Dass das etwas ist, was mir Spaß macht und dass mich auch erfüllen kann.

00:21:08: Und dann geht man auch ganz anders durch das Studium bei den vielleicht schwierigeren Prüfungen oder die Dinge, die einem nicht so liegen, was ja ganz normal ist.

00:21:17: Dass es Dinge gibt, die eine mehr liegen und andere, die einen weniger liegen.

00:21:21: Ich glaube, mir hat es gut getan, dass ich beim einem oder anderen Thema mehr durchgebissen habe weil ... Wusste, wieso ich das machen möchte.

00:21:31: Hat auch ein bisschen was von Putzle spielen oder?

00:21:33: Diese kleinen Putzleteile zusammenfügen um jetzt eben das große Ganze zu sehen hinter jede Kulisse, hinter jeder Facette eines Unternehmens zu schauen.

00:21:43: Das zeichnet einen guten Chef aus der weiß was eigentlich abgeht unter ihm.

00:21:48: Ja, ich glaube schon dass ich prinzipiell auch ein neugieriger Mensch bin und gerne verstehe wie Dinge funktionieren.

00:21:55: Und natürlich hilft es da auch Einblicke in andere Unternehmen zu haben und nicht nur in das Unternehmen der Familie.

00:22:04: deswegen glaube ich schon auch dass ein zweiter Schritt, der mich geprägt hat sicher auch meine Zeit in London war.

00:22:12: Ich war bei Pentland Group tätig ein Unternehmen das immer auch im Bereich Mode und Sport tätig ist Eigentum einer Familie aber eben auch Management geführt Und auch dort konnte ich in ganz viele Bereiche schauen.

00:22:27: geprägte hat mich damals vor allem auch Das Thema Nachhaltigkeit.

00:22:32: Pentland group war damals sicher eines der Unternehmen, die in diesem Bereich schon sehr weit waren.

00:22:38: Das Thema auch schon sehr gut verankert hatten in ihrer Unternehmenskultur.

00:22:43: und als ich dann in die Oberalp gekommen bin habe ich auch dank dieser Erfahrung bei Bandland schon sehr schnell gemerkt dass bei Oberalb alles was es braucht um das Thema Nachhaltigkeit sinnvoll aufzusetzen da war also im Sinn von die Werte, das Verständnis wie man mit Dingen umgeht.

00:23:06: Auch viele einzelne losgelöste Aktionen schon.

00:23:10: was damals gefehlt hatte war so ein bisschen der rote Faden und im Mittel- und Langfristigen Ziele.

00:23:16: Und das war aber gerade etwas dass ich bei Pentland gesehen hatte und somit dann auch mit ins Unternehmen bringen konnte.

00:23:22: Wie viel auch immer beruflich los ist.

00:23:24: Irgendwo braucht jeder Mensch mal einen Ort oder Menschen um sich herum, wo man sich so richtig zu Hause fühlen kann?

00:23:30: Was brauchst du denn, um dich daheim zu fühlen?

00:23:33: Ist das ein Ritual zum Beispiel?

00:23:35: Ich komme nach Hause, eine in die Botchen und in die Trainerhose.

00:23:39: Gibt es so bestimmte Rituelle in deinem Leben?

00:23:42: Hm,

00:23:44: gute Frage!

00:23:46: Ja, ich schlüpfe tatsächlich relativ schnell in eine Laggins oder was gemütliches.

00:23:53: Im Winter ein warmer Kuscheliger Kashmir-Polover, dass man sich so ein bisschen zu Hause fühlt.

00:24:04: Ich glaube für mich hat das ganz viel auch damit zu tun.

00:24:09: einfach Man die Kinder fragt, wie war euer Tag?

00:24:13: Was war heute los?

00:24:14: Es passiert jetzt immer öfters dass ich vor den Jungs zu Hause bin.

00:24:19: Das ist etwas an das ich mich auch noch gewöhnen muss was dann manchmal ganz komisch ist wenn man nach Hause kommt.

00:24:24: und eigentlich mein so!

00:24:26: Jetzt freue ich mich auf die Jungs und dann sind sie beim Sport oder mit Freunden.

00:24:30: unterwegs heißt für mich nach Hause kommen, aber einfach auch gerne für die Familie was Gutes zu kochen.

00:24:40: Ich bin keine besonders gute Köchin!

00:24:42: Aber ich mag's einfach wenn ich mir etwas ausdenken kann, was ich weiß, was meinen drei Männern schmeckt.

00:24:50: Du wirkst sehr ruhig auf mich, du wirkest erst eine sehr positive Ausstrahlung.

00:24:55: Danke.

00:24:56: Also vielleicht so... Wie würdest du dich denn innerlich beschreiben?

00:24:59: So ein bisschen ...

00:25:02: Was ist typisch rot?

00:25:05: Ich bin sehr durchgetagter, durchgeplant.

00:25:10: Das macht meinen Mann manchmal auch ganz kribbelig.

00:25:15: aber ich habe einfach das Gefühl bei all den Dingen die in meinem Leben zusammenkommen aus eben beruflichen Aufgaben Familie ist es mir eben auch sehr wichtig Zeit für mich selbst zu haben für meine Hobbys, für meinen Mountain-Me Time aber auch für Dinge wie zum Beispiel das Chorsingen und entsprechend heißt es einfach sehr viel Planung.

00:25:39: Das heisst ja ich bin ein sehr verplanter Mensch muss sich das eine oder andere Mal auch lernen einfach mehr Luft zu lassen und Dinge passieren zu lassen.

00:25:49: Aber das hilft mir eben auch in dieser Ruhe, die du angesprochen hast zu wissen dass ich einen Plan habe.

00:25:55: und den Plan mache ich nicht alleine.

00:25:57: Ich muss sagen der unterstützt mich meine Assistentin auch sehr.

00:26:01: Wie hast Du es denn geschafft?

00:26:02: Weil es ist manchmal wirklich schwierig Nein stopp zu sagen.

00:26:05: wie hast du das für dich umsetzen können?

00:26:09: Ich glaube was für mich ein wichtiger Lernprozess war Es ist schon so dieses Gefühl, es ist ja ganz normal im Leben in beruflichen Alltag dass es immer Themen gibt die einem Energie nehmen.

00:26:23: Die man nicht so gerne macht und das gibt natürlich auch immer sehr viele Themen die einen motivieren mit Energie füllen aufladen usw.. Für mich ist das so etwas, dass ich lernen musste.

00:26:37: Dass man schon auch gut darauf achten muss was sind die Energiefresser und was sind Die Themen oder die Bereiche, die einem Energie geben?

00:26:46: Und natürlich kann man die Energie Fresser nicht ausblenden aber man Kann sie ein bisschen steuern im Sinn, dass man jetzt nicht über Monate lang sich nur mit Energiefressern beschäftigt, sondern dass man eben auch die Themen für die Themen sich Zeit nimmt.

00:27:03: Zeit einplanten, die für einen wichtig sind, die einem Energie geben, die einen aufladen und ich glaube das ist so eines dieser Dinge, die man mindestens teilweise steuern kann.

00:27:15: natürlich nicht hundert Prozent aber genau das ist etwas, was ich lernen durfte.

00:27:20: Schauen wir ein bisschen in die Zukunft!

00:27:21: Auf was freust du dich jetzt?

00:27:23: In der nächsten Zeit.

00:27:25: Auf was freue ich mich?

00:27:26: Ich freue mich zunächst mal jetzt einfach auf einen Sommer, weil für mich diese Zeit die wir auch auf unserem Hof in Tiers verbringen schon nochmal speziell ist, weil es einfach etwas anderes ist wenn man nach der Arbeit in die Berge fährt.

00:27:40: Das Abschalten fällt mir da auch leichter und ich freue mich auf Reisen, die ich geplant habe mit Familie aber auch mit Freunden.

00:27:51: Ich freue mich, ja einfach auch im beruflichen Alltag der sich jetzt Schritt für Schritt dann doch ein bisschen ändern wird.

00:28:01: Ich weiß noch nicht immer ganz wie aber ich freue mich einfach darauf das auch herauszufinden und mich darauf einzulassen.

00:28:11: Ja und ich freu mich einfach auch zu sehen wir unsere zwei Jungs groß werden weil der Große kommt jetzt dann auch in die Oberschule und man merkt schon, da wird jetzt tatsächlich ein junger Mann.

00:28:26: Und auf das finde ich eine total spannende Phase, ja?

00:28:29: Die manchmal herausfordernd ist aber sehr schön, finde ich.

00:28:32: Im beruflich um privat neue Herausforderungen schön so wird es auch nicht langweilig.

00:28:37: Sicherlich

00:28:37: nicht!

00:28:38: Du bist gerade auch ins neue Büro gezogen hast du gesagt, die erste Zeit hast du jetzt schon verbracht als Chefin.

00:28:44: was würdest du denn gerne von deinem Vater so schon auch übernehmen?

00:28:49: Ich denke, was mein Vater immer vorgelebt hat und mit dem er auch das Unternehmen ganz stark geprägt hat ist einfach die Achtsamkeit für die Menschen.

00:28:59: Das ist etwas, dass ich mir unbedingt mitnehmen möchte.

00:29:02: Mein Vater hat auch immer so dieses Gredo ... Es sind alle Menschen gleich viel wert.

00:29:08: Der Unterschied liegt in der Verantwortung, die wir haben im Job aber alle Menschen, alle Mitarbeiter haben den gleichen Wert und ich glaube das ist etwas dass man bei uns im Unternehmen auch sehr spürt Und ich glaube es ist so eines dieser Themen, die Ich auf jeden Fall mit weiter tragen möchte und die glaube ich sehr wertvoll sind einfach auch für die Oberalp.

00:29:33: Lass uns jetzt mal ganz groß träumen Wenn wir uns jetzt sagen, wenn man so in zehn Jahren noch mal hier treffen würden am Frühstückstisch.

00:29:40: Im besten Fall was würdest du mir dann erzählen?

00:29:44: In zehn Jahren... Naja ich glaube für mich das Wichtigste ist einfach dass wir starke Marken haben.

00:29:56: Das heißt natürlich zum Beispiel, dass mein Baby Lamund sich gut etabliert hat.

00:30:03: Es heißt aber auch vielleicht, dass wir mit unserer Marke Dinafit die Marke von Athleten für Athleten in dem Bereich Trailerunning wirklich Fuß gefassen haben, dass dort eine der Top Brands sind wenn man an das Thema Trailrunning denkt.

00:30:26: Aber auch einfach Dinge, wo man merkt.

00:30:29: Das haben sich rund um Marken Communities gebildet die die Werte einer Marke mittragen mitleben.

00:30:39: ich glaube das sind die wertvollsten Dinge.

00:30:43: gut zum Abschluss spielen wir auch mit dir.

00:30:45: jetzt mein Satz der Einsatz.

00:30:46: unser traditionelles Abschlussspiel heißt du vervollständig ganz spontan am besten meine Sätze.

00:30:53: Führung bedeutet für mich

00:30:56: zuhören,

00:30:57: Brücken bauen heißt.

00:30:59: Verbindungen zu schaffen zwischen Perspektiven Gesichtspunkten Abteilung Menschen.

00:31:08: Von meinem Vater habe ich gelernt

00:31:11: auf das Bauchgefühl zu hören.

00:31:13: Zusammenarbeit ist

00:31:15: vielfältig.

00:31:16: mutige Entscheidungen sind

00:31:18: meist die die dann auch den größten Effekt haben.

00:31:22: Die Zukunft der Oberalpgruppe

00:31:24: wird bunt und vielfaltig sein.

00:31:26: Frauen sollten viel öfter einfach mal

00:31:29: sagen, was sie denken.

00:31:30: Glücklich macht mich

00:31:32: Mountain-Meter!

00:31:34: Für die Zukunft wünsche ich mir

00:31:36: starke Marken gestalten zu dürfen

00:31:38: und Feuer und Flamme bin ich heute mehr denn je für?

00:31:42: Ich würde sagen die Oberalp

00:31:44: Ruh.

00:31:44: Danke für dieses sehr persönliche und herzliche Gespräch.

00:31:47: Alles alles Gute für die kommende spannende Zeit.

00:31:49: eben Familie Beruf alles ja Danke.

00:31:53: Kann ich brauchen?

00:31:55: Ja, ich wünsche dir einen schönen Sonntag und dann übergebe hier auch die letzten Worte an dich in dieser Stelle.

00:32:00: Danke dir für das angenehme Gespräch!

00:32:03: Ich wünsche allen einen schöner Sonntags mit hoffentlich wunderbaren Tagmomenten.

00:32:09: Wir wünschen der lieben Rot natürlich alles Gute für diesen neuen Karriereabschnitt

00:32:14: Und am kommenden Sonntage Peter Maffay Die Musiklegende bei uns am Frühstückstisch

00:32:19: Feuer und Flamme,

00:32:21: das Südtiroleins Sonntagsfrühstück.

00:32:23: Immer von zehn bis zwölf

00:32:24: Uhr!

00:32:24: Und

00:32:25: online zum Nachhören im Südtiroleins Podcast.