Der Landes-Luis! Luis Durnwalder

Shownotes

25 Jahre lang war Luis Durnwalder Landeshauptmann von Südtirol. Kurz vor seinem 85. Geburtstag blickt er im Sonntagsfrühstück auf seine politische Karriere, die Entwicklung Südtirols und die Autonomie zurück. Außerdem spricht er über sein heutiges Leben, seine Heimatverbundenheit, Arno Kompatscher – und natürlich über seine große Leidenschaft: das Watten.

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00:00:01: Feuer und Flamme,

00:00:02: der Südtirol I Podcast zum Sonntagsfrühstück.

00:00:08: In Südtiral reicht bei ihm eigentlich der Vorname der Louis Altlandes Hauptmann.

00:00:13: Louis Dürrmwalder wird fünfunddachzig und blickt bei uns auf ein außergewöhnliches Leben zurück.

00:00:18: Ja vom Bergbau und wo er aus Pfalsen zum prägenem Politiker des Landes, fünfundzwanzig Jahre Landeshauptmann mit Entscheidungen die Südtiriol bis heute beeinflussen.

00:00:27: Warum auch fast Bad an Norbert geworden wäre?

00:00:30: Was ihm Familie heute bedeutet und wieso sein Herz nach dem Abschied aus der Politik noch lange nicht im Ruhestand war.

00:00:37: Eben über Macht, Fehler, Autonomie und Loslassen.

00:00:41: Und darüber was von einem großen politischen Leben bleibt.

00:00:45: Lüsternweiler jetzt bei uns am Frühstückstisch!

00:00:48: Feuer und Flamme

00:00:49: das

00:00:50: Sonntagsfrühstück.

00:00:51: Guten Morgen an Sie, aber vor allem an alle Zuhörerinnen und Zuhärern von Citiole I.

00:00:57: Am Mittwoch waren sie auf Eighty-Fünf.

00:00:59: Das fahren wir heute schon ein bisschen vorab.

00:01:01: Aber wenn ich es so anschaue, Ihnen geht's richtig gut?

00:01:03: Ja im Großen und Ganzen fühl ich mich auch gut.

00:01:05: Ich habe keine großen Beschwerden.

00:01:07: Aber sie wissen ja selber man weiß nie was er mit sich herumträgt.

00:01:11: Vor einigen Jahren haben wir beide das letzte Mal gefrühstückt.

00:01:14: Damals haben sie gesagt, sie seien dankbar zufrieden und wünschen sich eigentlich nur zwei Dinge, gesund zu bleiben uns mit ihrer Familie auszukommen.

00:01:24: Diese Wünsche sind damit in Erfüllung gegangen oder?

00:01:28: Ja, im Großen und Ganzen.

00:01:29: ja es gibt immer wieder Reibereien aber ich bin der Auffassung dass ich mit der Familie gut auskomme.

00:01:36: Ich bin sehr glücklich Sei jetzt was die Frau anbelangt, was die Kinder anbelangen Und vor allem auch was die Harmonie in der Familie anbelange.

00:01:46: Und was mich auch besonders freut, dass mich die Leute trotz meines Alters und meiner Besonderheiten und dafür akzeptieren.

00:01:54: Das ist auch sehr wichtig!

00:01:56: Wenn man sich wohlfühlen will, dann kommt es nicht nur davon, dass man sagt, man ist gesund sondern man muss das Gefühl haben, man wird akzeptiert und das, was man im Leben gemacht hat, wird auch geschätzt.

00:02:09: Und ich bilde mir ein, etwas habe ich in diesen all diesen Jahren.

00:02:14: In unserem Lande schon zum positiveren

00:02:17: bewegt.".

00:02:18: Da haben wir einiges zu besprechen!

00:02:20: Fühlen Sie sich heute wirklich wie von der Mütterung?

00:02:22: Am Mittwoch eher Geburtstag oder ist der Kopf irgendwo bei fünfzig stehen geblieben bei Ihnen?

00:02:27: Nein, ich lebe den Tag so, wie er kommt.

00:02:29: Ich murre nicht, ich nehme alles an... und versuch den Tag, den ich leben darf das bestmögliche zu tun.

00:02:37: Nur auf diese Art und Weise hat man eine Kontinuität.

00:02:39: nur noch auf dieses Jahr ist man glücklich.

00:02:45: Was würden Sie denn sagen?

00:02:47: Können sie heute besser mit fünfundachtzig als mit fünftig beispielsweise?

00:02:51: Ja meiner trägt vieles besser wie man es früher ertragen hat.

00:02:55: Es ist früher so man hat sich viel mehr aufgeregt wenn irgendeine Kritik in der Zeitung war oder irgendein Leserbrief.

00:03:01: Da hat man sich aufgeregt und gesagt, warum eigentlich?

00:03:04: Ich habe ja geglaubt das Beste zu tun.

00:03:07: Heute regt man sich nicht mehr so auf weil man einfach sagt jeder soll sich entschleimen können.

00:03:13: Jeder soll sagen können was er eben glaubt Und wenn er damit glücklich ist dann hab ich auch einen Beitrag geleistet dass er glücklich isst und ich will ja dass alle Scythiola und Scytherola glücklich sind.

00:03:26: So heute am Ende des Tages Wann sang sie?

00:03:29: Das war jetzt ein guter Tag.

00:03:32: Grundsätzlich, wenn ich nicht irgendwelche Probleme habe oder irgendwelchen so Stiche leiden dann sage ich immer es war ein guter Tag.

00:03:42: Ich bin nicht einer deres besonders liebt wenn irgendwie so Schmeicheleinheiten kommen vor allem von Leuten wo man genau weiß.

00:03:53: Ich freue mich, wenn man mit Leuten offen reden kann.

00:03:56: Und wenn man sieht, dass die Leute mitdenken und fühlen, dass sie auch eine Freude haben, wenn in unserem Land nicht Stillstand da ist, sondern etwas weitergeht.

00:04:06: Das heißt, dass wir an dem Land das wir haben ... das Beste draus machen und alle gemeinsam dran arbeiten.

00:04:14: Ihre Geschichte beginnt ja nicht im Landhaus, sondern auf einem kleinen Bergbauenhof bei Pfalzen.

00:04:19: als sechstes von elf Kindern sieben Stück Vieh?

00:04:22: Stimmt das?

00:04:23: Das stimmt genau!

00:04:24: Am Anfang kein elektrisches Licht aber eine Familie in der jeder mithelfen musste.

00:04:29: was waren Sie für ein Buschtrapur?

00:04:31: Ja

00:04:32: Sie müssen berücksichtigen ich war der sechste von elf Kindern das heißt fünf waren jünger und fünf waren älter.

00:04:38: Und mit elf Kindern kann man schon irgendwie innerhalb einer Familie Gruppen bilden.

00:04:44: Und so war es halt auch hier, die Eltern haben ihre Erfahrung eingebracht Schauten auf uns und wollten wissen, wo sie einen Trost bekommen.

00:04:54: Eine Hilfe bekommen, wo es leichter geht wer streng ist, wer weniger streng isst.

00:04:59: Wir haben eigentlich eine Familiengemeinschaft gehabt, wo jeder sich selbst ausgelebt hat aber vor allem auch auf die Gemeinschaft Rücksicht genommen hat.

00:05:09: Sie müssen rechnen, mit sieben Stück Vieh auch in der damaligen Zeit war es nicht leicht über die Runden zu kommen.

00:05:17: Aber wir haben nie Hunger gelitten und sind untereinander ausgekommen.

00:05:22: Wir haben Gemeinschaften gebildet, wir haben das Wohl gefüllt Wir haben gestritten, wir habe gelacht Und das ist eben das Wichtige.

00:05:28: und wir haben vor allem eines gelernt, denn eine muss auf den anderen Rücksicht nehmen Denn sonst geht's nicht weiter.

00:05:36: Das war's.

00:05:39: Positives Erhalten hat, dass er etwas gekriegt hat.

00:05:42: Dann ist das geteilt worden und man hat gemeinsam Pläne geschmiedet auch wenn es darum gegangen ist wie ja auch in meinem Fall dass jemand irgendwo so genannt wie man damals gesagt hat studieren gehen will dann haben wir anderen das mitgetragen und sind auch bereit gewesen diese Arbeit die dieser übernommen hat mit zu übernehmen und auch hinzu ermutigen.

00:06:07: Es wird schon gehen.

00:06:08: Wenn man von der St.

00:06:09: Bergbauernhof dann in eine Gemeinschaft kommt, in ein größer Gemeinschafterstudentengemeinschaft ist es auch nicht leicht, wenn man viel zu viel auf die Familie konzentriert.

00:06:22: Man hat Heimweh und da braucht's halt auch jemandem dabei

00:06:26: begleitet.".

00:06:27: Da möchte ich noch ganz kurz einhaken – was haben Ihre Eltern Ihnen fürs Leben mitgegeben?

00:06:33: Sie haben mir mitgegeben, ungefähr Buben und Madlern.

00:06:36: Wir bauen mehr Buben wie Madlarn?

00:06:38: Ja!

00:06:39: Ihr seid's hier auf der Welt Beharmung in die Welt gesetzt.

00:06:42: Wir werden euch begleiten, wir sind bei euch aber auf deiner Seite muss jeder seine Frau und seinen Mann stellen.

00:06:49: Jeder muss irgendetwas leisten.

00:06:51: Geschenkt wird im Leben nix Und so.

00:06:53: das haben sie uns mitgegeben.

00:06:55: Sie haben uns immer begleitet soweit sie kannten.

00:06:58: Sie müssen reichen.

00:06:59: Von seinem Bergbau an Hof sind nicht viele Möglichkeiten.

00:07:02: Sie haben es aber begleitet In der Form dass ich gesagt habe Es leben ist Schön, wenn wir es nicht schlecht machen.

00:07:10: Wir müssen zusammenhalten und mit den Nachbarn auskommen.

00:07:14: Und unser Haus war immer ein offenes Haus.

00:07:16: Da ist immer am Sonntag gekartet worden.

00:07:18: Die Nachbaren sind gekommen und haben diskutiert usw.

00:07:23: Mein Vater war vor allem ein sehr offener Mensch.

00:07:25: Er hat ihn gebpflanzt...

00:07:28: Von ihm haben sie das dann!

00:07:31: Lassen Sie uns noch kurz über Barter Norbert sprechen?

00:07:35: Fast wäre aus Ihnen ein Fahrer gewonnen, eben mit unserem Namen, Barton Norbert.

00:07:40: Wie knapp war das?

00:07:42: Sie müssen sagen Herr Norbert und zwar deshalb ... Weil die Neustift verlassen sich nicht Badres nicht.

00:07:47: Ah okay!

00:07:48: Sie sind Badres, sie heißt Familienväter, Familie der Coor-Herrn aber sie ist in Coore-Hern deswegen nicht

00:07:57: Herr

00:07:58: Norber... Ja, das war ziemlich neu.

00:08:01: Und zwar ich bin ja nach Neustift gegangen.

00:08:06: Und zwar deshalb war es dort, weil das Juvenat,

00:08:10: d.h.,

00:08:10: der raufenthalte Privatschule war und relativ billig war, angepasst war auf das Einkommen der Eltern – und die Eltern hätten sich irgendeine andere Unterkunft nicht leisten können.

00:08:23: Ich bin, denn in Kiers und Kirchlich gehöre ich nicht zu Pfalzen.

00:08:28: zur Kirs, da sind Neustift auch hoch.

00:08:32: Deswegen hat man mich nach Neustif gebracht und ich war von vornherein eigentlich bestimmt dass ich halt irgendwie in der Sivinat nicht in die Bürgerschule gehe und der Sibinat ist eigentlich der Nachwuchskader für die Priester.

00:08:48: Und ich habe mich im Anfang also ehrlich sagen auch irgendwie wohlgefühlt.

00:08:52: Ich wollte ja eigentlich Priester werden Nur mit der Zeit ist es halt so gewesen, dass ein bisschen da ein bisschen gekitzelt hat und dort ein bisschen... Ja

00:09:01: die Frauen in Spiegel

00:09:02: kamen jetzt.

00:09:03: Deswegen habe ich gesagt lieber vorher überlegen und wenn ich nicht ganz sicher bin dann ist besser ich gehe jetzt zurückkehren kann ich immer wieder.

00:09:14: Sie

00:09:14: leben mit ihrer Frau Angelika und doch der Greta Enchilans bei Naturns.

00:09:18: trotzdem reden denken und haben sie immer noch wie eine Busstrau oder?

00:09:22: Ich bin ein Bustler, und wenn ich ein Buster bleiben wäre als Gesinnungsbustler sterben.

00:09:28: Das heißt, ich bin in ganz Südholzhause.

00:09:31: Ich mache eigentlich kaum einen Unterschied und habe auch den nie gemacht.

00:09:37: Aber ein Busta bin er da nicht!

00:09:39: Ich hab versucht denen zu helfen die es notwendig gehabt haben Und ich fühle mich in Natuns sehr Sehr wohl, so wie mich auch in Pfalzen sehr wohl gefühlt habe.

00:09:50: Dort bin ich Ehrenbürger und dort bin ich heute noch zu Hause.

00:09:53: Ich hab ein Haus und fühle mich als Bustere aber natürlich liebe die Finchkante an den anderen Städten gleich wie

00:10:01: vorher.".

00:10:03: Ihre Tochter, die Kräter ist ja siebzehn mittlerweile?

00:10:06: Was lernen Sie eigentlich von einer ganz jungen Generation?

00:10:10: Ja, die Grete ist ein Kind, das ich sehr bewundere.

00:10:15: Sie

00:10:15: ist sehr ordentlich und sehr erwachsen, gibt mir sehr wohl Ratschläge, sehr ernste und sagt Papa, das darfst du nicht sagen?

00:10:23: Das darfst er nicht tun!

00:10:25: Sie ist auch sehr intelligent.

00:10:27: Sie studiert zur Zeit in England und will Wertwarsch eine nächste Saison Matura machen, kann vielleicht ein Jahr überspringen.

00:10:37: Das heißt sie will Wirtschaftsstudien und ist auch in verschiedenen Vereinen vor allem auch in England tätig.

00:10:45: Das heisst bei der alten Vorsorge muss sie und will sie entsprechend tätig sein.

00:10:51: Und auch was die Kindergarten, auch dort hat sie einen fixen Platz wo sich die Kinder betreut.

00:10:58: das heißt sie ist sehr interessiert und das macht mich eigentlich stolz.

00:11:04: jedenfalls beruhigt es mich, dass sie als Einzelkind in dem Sinn trotzdem eine eigene Gedanken hat.

00:11:13: Sie weiß ganz genau was ich will auch bei der Auswahl der Freundinnen und Freunde.

00:11:19: Wer?

00:11:19: – Sie hat gern Freundinnen- und Freunde aber sie ist eigentlich sehr streng!

00:11:24: Wer hat bei euch daheim das letzte Wort wie bei uns allen?

00:11:28: die Frau oder wisst ihr's bei euch?

00:11:31: Es geht nicht um das letzte Wort, sondern wäre es hart und behält.

00:11:35: Es ist meistens so, dass man halt redet oder zum Schluss bricht man ab – so ungefähr!

00:11:43: So ist es!

00:11:44: Und da bin ich sicherlich der Schlechteste.

00:11:46: Das glaube ich auch.

00:11:48: Zurück jetzt gemeinsam als Lüsternwalder.

00:11:50: In den Neunzehn, neunundachtzig Landeshauptmann wurde.

00:11:53: Da war unser Land, welches wir alle über alles lieben noch ein komplett anderes Land, muss man einfach so sagen wie es ist.

00:12:00: Am Brenner gab's noch Grenzkontrollen.

00:12:02: die Autonomie war zwar erkämpft aber längst noch nicht fertig.

00:12:06: und jetzt kommt ein spannender Widerspruch als junger Politiker hat Louis Dornwalder in den Neunzehn neunundsechzig gegen das Südtirol Paket gestimmt.

00:12:15: War der junge Louis damals zu skeptisch oder hatte sie einfach genau diese kritischen Stimmen sogar gebraucht?

00:12:21: Ich muss sagen ich hab von der Politik überhaupt nichts verstanden.

00:12:26: Sondern ich war zwar vorher einmal Präsident in der Hochschilderschaft, wo ich mit einigen Politikern zu tun gehabt habe – sei es mit Bruckel oder auch mit Zellger

00:12:35: usw.,

00:12:36: aber nicht immer die besten Erfahrungen gemacht habe.

00:12:39: Deswegen habe ich nicht einen sehr engen Kontakt mit der Politik gehabt.

00:12:44: Auch in den Bergermeistern von Falzen wurden, auch das nur zufällig war nicht einmal mitgeht.

00:12:50: Ich habe keine engen Beziehungen gehabt.

00:12:56: Ich hab zwar menschliche Beziehung gehabt aber vom Politik habe ich sehr wenig verstanden.

00:13:01: Aber ich habe immer den Grundsatz verfolgt wenn man etwas nicht versteht so soll man sich wenigstens auf die verlassen die etwas verstehen und dem ein gewisses Vertrauen entgegenbringt.

00:13:13: Ich habe damals sehr wohl einen damaligen Landesrat Peter Brucco vertraut, er war mein Brautführer und ich habe ihn gekannt, er stammt aus Nahrenthal und deswegen habe ich eigentlich relativ gute Beziehungen gehabt.

00:13:28: und er war Paketgänger und ich hab gesagt er versteht sicher ob mehr drinnen ist oder weniger.

00:13:36: Sie wissen ja, wir haben in den Jahre verhandlungsergebnisses Saaragal-Kreiske abgelehnt als Partei und der Ergebnis ist von der weiteren Folge gekommen.

00:13:53: Das heißt das Abkommen oder das Ergebnis Mara Waldheim und da ist darum gegangen nehmen wir die Sauna nicht.

00:14:01: die haben gesagt, wenn wir nein sagen, kommt noch etwas dazu.

00:14:08: Und wer sagt dann nicht Nein?

00:14:10: Wenn er weiß, da kriegt noch mehr.

00:14:12: und deswegen habe ich eigentlich gegen das Paket gestimmt weil es eben meine Vertrauensleute so getan

00:14:19: hat.".

00:14:19: Das Südtirol Streit wurde dann in War das der größte politische Moment ihres Lebens, würde ich sagen?

00:14:28: Es

00:14:28: war ein großer Moment.

00:14:29: Der größten politischen Moment kann ich nicht sagen und will auch nicht sagen.

00:14:34: Denn es ist ab Schluss gewesen in einer langen Verhandlungsserie Und die Meyago und Co haben wirklich alles getan was möglich gewesen ist und wir hatten nur die Möglichkeit Ja, oder nein zu sagen.

00:14:48: Die muss halt sagen, mein Jager Benedikt Rancot die haben die Kompetenzen durch Streit und durch Verhandlungsgeschick und immer wieder... nie erhöhen und tiefen, vom Staat und von der Region nach Südtal gebracht.

00:15:04: Und die haben aber nicht mehr Zeit gehabt das sichtbar zu machen vor allem den einzelnen Bürger zu sagen was bedeutet das konkret?

00:15:12: Und der Bürger will wissen Was habe ich welchen Vorteil?

00:15:15: Ja,

00:15:15: was hab ich davon?

00:15:16: Ich

00:15:16: hab dann das Glück gehabt dass ich genau in dieser Zeit gekommen bin wo die die Kompetenzen In Südtirol waren, wo vor allem Südtiole auch das Geld gehabt haben.

00:15:30: Hat etwas zu tun und wo vor allen Dingen auch der Bedarf da war.

00:15:35: In Südtirol war damals gar nichts da!

00:15:37: Und deswegen... haben einerseits den Bedarf von Seiten der Bürger gehabt, die irgendwie alles mit Wohlwollen aufgenommen haben.

00:15:44: Wir haben auf deiner Seite die Zuständigkeit gehabt etwas zu tun und wir haben vor allem eine Finanzregelung gehabt das wir etwas bezahlen konnten und das hat dann dem Dunwall das ungefähr Image verschaffen.

00:15:57: Das ist ein Machen.

00:15:58: Ja, ich habe nur machen können weil andere von mir etwas vorbereitet haben aber die so halt wie bei einem Fußballspiel wenn der anderen hier eine gute Vorlage macht

00:16:07: und du das vorsiehst ja klar auch

00:16:09: da zu schießen.

00:16:10: Aber war dieser Moment emotionaler oder der als ein Brenner die Grenze ein Stück weit verschwunden ist also vor bald dreißig Jahren?

00:16:17: was war für dich emotionaler?

00:16:20: Sowohl als auch man kann das einen vom andern nicht trennen aber sicher Die verschwinden der Grenze, das war schon etwas Goldsortiges.

00:16:32: Wenn man mit dem Gemeinsam damals nicht mit den Tjolanams hat, wenn er in den Weingarten mit den Bürgermeistern im Pai seiner Musik kapelten Erköhre schützen und so weiter aber auch der italienischen und österreichen Zulpionten den Grenzbalken irgendwie wegtragen konnte und auf die Art und Weise sagen könnte, dass Schengeln abkommen ist jetzt Wirklichkeit.

00:16:58: Jetzt braucht es keine personelle Kontrollen mehr wir können wesentlich leichter in die Grenze nach Nordn- und Süden überschreiten.

00:17:07: das ist schon etwas Großartiges.

00:17:09: Das war emotionell bezogen auf diese Zeit sicher größer wie Sondre, weil Sondra hat lange gedauert.

00:17:17: Ingegen das war ein Moment wo wirklich die Wogen höher gelagen haben, die Sympathie wogen und ich glaube dass ist halt auch irgendetwas was in diese Zeit hineinfällt.

00:17:29: mehr Zuständigkeiten, mehr Freiheiten um das auch sichtbar machen.

00:17:34: Das gleiche gilt auch bei der gemeinsamen Währung.

00:17:37: Auch da so etwas Großartiges.

00:17:39: Ich war ja auf jahr zwanzig Jahre in der Komma der Regionen in Brüssel.

00:17:44: Wenn ich nach Brüssel gefahren bin, dann hab' ich müssen vier Währungen im Sack haben.

00:17:48: Lierer und Schillinge, D-Markt und Belgische Franken.

00:17:54: Das heißt, ich muss die vier Wärungen haben!

00:17:56: Dann war nach der gemeinsamen Währung zwei Tausendundzwei genügte eine Währungszeit.

00:18:03: Bei dir wussten alle – da Luis hört sich das an und dann entscheidet er ganz ehrlich im Nachhinein jetzt.

00:18:09: War am Ende vielleicht doch zu viel Macht bei einem einzigen Menschen?

00:18:13: und du das heute so anschaust?

00:18:15: Ja, wir müssen Macht definieren.

00:18:17: Ich mache von vornherein etwas Schlechtes oder etwas Gutes.

00:18:21: ich bin der Meinung dass es drauf an kann wie man die Macht nützt.

00:18:27: wenn man sich für's Positiv nützst dann ist sie notwendig Wenn man etwas Positives, etwas Gtes durchsetzen will.

00:18:35: ohne Macht, ohne Mehrheiten ist man nicht in die Stande da ausdurchzusetzen Und nur auf dem Papier lassen, mit dem man sollte und man müsste – ich habe es nicht getan.

00:18:45: Man muss das auch machen!

00:18:46: Wie geht es sagt?

00:18:48: Wohlstand und Wohlbefinden können wir nur durch drei Buchstaben machen.

00:18:53: D-U-N-Tun.

00:18:55: Das heißt nicht nur sagen, man müsste oder man sollte, sondern wir müssen es zuerst in den Kopf.

00:19:00: irgendwie reifen lassen.

00:19:02: Wir müssen es mit den Leuten diskutieren, man muss es dann mit Begeisterung angehen und vor allem nicht nur sagen man müsste sondern zwei Hände verwenden ist auch wirklich umsetzen.

00:19:13: Und ich habe immer das getan, mit den Leuten geredet.

00:19:16: Es stimmt nicht, dass der Dunwaller mit den Leute nicht geredeht hat.

00:19:19: Ich hab gesagt sie haben gereden und wie sie geredeten.

00:19:22: Sie haben

00:19:22: sich so früh angefangen.

00:19:24: Für viele habe ich viel zuviel gerededt.

00:19:26: Ich habe in den Leuten diskutiert – ich bin jeden Samstag Sonntag.

00:19:29: Jeden Abend hinaus gegangen, habe mir den Bürgern diskutiert

00:19:32: usw.,

00:19:34: und habe gemerkt was die Bürger wirklich

00:19:36: wollen.".

00:19:37: Ich habe auch vieles von den Bürgern übernommen und dann irgendwie selber vertreten.

00:19:43: Das waren nicht immer meine Gedanken, sondern ich habe es ja vor den anderen mitgenommen und dann vertrete.

00:19:49: Wenn ich aber mal überzeugt war, dann hab' ich's auch durchgesetzt.

00:19:52: Ja das war auch meine Stärke!

00:19:54: Nicht nur reden, sondern auch handeln.

00:19:56: Anders gefragt – gab es Menschen in ihrem Umfeld, die ihnen wirklich widersprechen durften?

00:20:01: Es haben viele gemacht und wenn ich überzeugt war, dass das etwas Positives ist dann habe ich es auch angenommen.

00:20:10: Wenn ich hingegen der Meinung war die möchten nur irgendwie kritisieren damit sie kritisiert haben Dann hab' ich natürlich das alles nicht angenommen.

00:20:19: So bevor Sie jetzt hier ans Telefon gehen weil da sind wahrscheinlich schon die ersten Geburtstagswünsche hier bei uns.

00:20:26: Ein so langes politisches Leben hat auch Kapitel, über die Sie vielleicht nicht gerne sprechen hier jetzt bei mir am Frühstückstisch.

00:20:31: Aber wir machen das trotzdem Herr Altlandes-Haufmann!

00:20:34: Gerichtsurfahren haben sie viele Jahre begleitet... Was hat sie unter dem Strich mehr verletzt?

00:20:40: Das Geld...?

00:20:41: Die Urteile?

00:20:42: oder dass dadurch an ihrem Lebenswerk massiv Gezweifelt wurde, weil das vielleicht auch so instrumentalisiert wurde?

00:20:49: An meinem Lebenswerk ist da doch nicht unbedingt gezweifeld worden.

00:20:53: Weil die Bevölkerung – so habe ich jedenfalls das Gefühl gehabt – hundert Prozent hinter mir gestanden ist.

00:20:59: Die Bevölkerung hat eingesehen dass das so zweifelhafte Prozesse sind und auch Urteile sind, dass da die Politik nicht immer ganz abseits gestanden ist.

00:21:09: Und das hat mich am meisten geschmerzt, dass es nicht um den Inhalt gejungen ist sondern vielfach, denn müssen wir zeigen, dass seine Bäume nicht in den Himmel wachsen!

00:21:20: Wenn man denkt an die Murmeltiere, ja Murmeltiere sind in City Hall immer abgeschossen worden Und dass man jetzt, ich bin am thirty-fünf Jahre war für den Obeldire zuständig.

00:21:30: Fünfundretzeigjahr habe ich den Abschuss für die Jäger und auch um schädende Landwirtschaft zu verändern genehmigt.

00:21:38: Und eh und niemand hat etwas gesagt.

00:21:40: Erst wenn ich gegangen bin dann haben sie auf einmal gesagt Und das ist ungesetzlich, denn die Momoltiere so lange sie leben gehören sich dem Staat.

00:21:49: Wenn ich jemanden genehmige, dass er Momoltere abschießen kann, dann kann er hergehen und praktisch ermächtige ich jemandem im Staat etwas wegzunehmen – das ist Stiebstahl!

00:22:04: Das ist irgendwie ein bisschen weit hergeholt.

00:22:06: Wir haben gut dachten jede Menge die ganz das Gegenteil beweisen, aber man hat den Haus so getan.

00:22:14: Ich bin ja in erster Instanz freigesprochen worden.

00:22:16: Aber erst im Rahmen, wo man wahrscheinlich nicht genau weiß was Wobeltiere sind hat man mich dann verurteilt und das habe ich schon ein bisschen schäbig für mich etwas sonderbar gefunden dass man so etwas herausziehen muss und zwar vor allem dass man wenn schon nicht alle gleich behandelt denn noch nicht nur ich sondern auch mein Nachfolger hat zunächst einmal die gleichen Erfahrungen verwendet.

00:22:41: ihm hat man nichts gesagt im Fall.

00:22:44: So gesehen muss ich sagen, dass ich mich natürlich gergert

00:22:47: habe.".

00:22:47: Beim Watten sagen Sie, da lernt man die Menschen besser kennen weil irgendwann jeder zeigt wie er wirklich ist.

00:22:52: aber ein guter Verlierer sind sie selbst nicht so?

00:22:54: Immer noch nicht oder?

00:22:55: Man ist natürlich bestreit, wenn man überzeugt ist, dass man der beste Batterie ist.

00:23:02: Dass man immer besser werden wird und dass jede Inhalte ein Beweis ist, das noch nicht so ist.

00:23:08: Und deswegen ist eine neue Aufforderung besser zu werden.

00:23:11: Aber in großem ganzen Spaß beiseite ich spiele gerne weil es einfach eine einfache, eine unkomplizierten Form ist mit den Leuten eine Verbindung zu kommen, mit den Leute zu scherzen Während man lacht, man müsste viel mehr lachen im Leben.

00:23:28: Kennt man die Leute auch?

00:23:29: Man kriegt oft mal Sachen heraus, denen man sonst gar nicht erfahren würde.

00:23:34: und auf der anderen Seite ist so dass die Leute ja auch einen Zugang zu den Entscheidungsträgern haben.

00:23:41: sie sagen den Leuten öfter mal an Watte ich viel mehr bis sie sonst bereit sind ihm zu sagen und letztendlich muss jemand draus auch lernen, dass er dann sagt, wenn er irgendeine Bevölkerung Probleme abnehmen will.

00:23:55: Da muss er sie kennen und beim Warten lernt man sie oft

00:23:57: kennen.".

00:23:58: Dieser Kontakt zu den Menschen war ja immer ihr Markenzeichen.

00:24:02: oder ist es immer noch heute auch?

00:24:03: Noch im Jahr-Zweißen-Sächsen-Zwanzig?

00:24:05: Schon um sechs Uhr am Morgen standen wir wirklich auf Dreißigvierzig Südtiroler Ferienbüro.

00:24:12: Diese Entscheidung haben Sie nie bereut, das Sie gesagt haben, ich bin um sechs für euch da.

00:24:18: Kommt!

00:24:19: Ab und zu bin ich aufgestanden, bin mir nicht erst um vier Uhr nach Hause gekommen und bin dann um drei Viertel fünf aufstehen musste.

00:24:26: Und dann zur Fuß ins Büro gehen musste, haben wir schon ab und zu gesagt Kimmelo Fafare.

00:24:32: Warum habe ich mir das angedacht?

00:24:34: Weil man hätte ja können sagen Ich mache das zweimal in der Woche aber nicht jeden Tag.

00:24:39: Aber wenn man einmal das eingeführt hat und das war auch ein Markenzeichen von mir, dann muss man das auch durchhalten.

00:24:46: Denn es sind ja Leute vor dem Landhaus die vom Bretau, von Matsch oder irgendwie von Wiesentwich gekommen sind.

00:24:55: Wenn die da herkommen weiß ich ein Problem haben und dann glaube ich wenn ich in Bozen wohne habe halt auch die Verpflichtung hinzugehen den Menschen anzuhören.

00:25:05: Und das ist nicht so wie viele glauben dass dieser Bit ging war Drei Viertel der Leute, die zu mir gekommen sind.

00:25:13: Ganz gleich habe ich das Bürgermeister waren, Vereinspräsidenten waren oder habe ich es einfach als Bürgerinnen und Bürger waren?

00:25:19: Die sind nicht... bekommen, um Geld zu holen.

00:25:22: Sondern die sind gekommen mit mir ein Problem zu besprechen.

00:25:26: Oft einmal ganz banale Probleme.

00:25:28: Oftmals sogar dass die Mutter kamen ist mit einem kleinen Kind und hat gesagt ich weiß nicht wie lang sie noch bleiben.

00:25:34: mein Kind sollte sich später daran erinnern das es sie gesehen hat.

00:25:38: ja bitte machen wir gemeinsam eine Fotos.

00:25:41: Das heißt Es sind Leute mit allen möglichen Dingen gekommen und ich sage mir halt, wenn die Leute irgendeine Freude haben damit.

00:25:49: Wenn sie gerne einmal jemandem irgendwie erzählen.

00:25:52: Viele sind ja weggegangen, dass ich oft einmal gar nicht gewusst habe warum sind Sie eigentlich gekommen?

00:25:58: Aber es war so das die Leute irgendwie gekommen sind weil sie einen Vertrauen gehabt haben!

00:26:02: Und wenn man ihnen dadurch eine Freude machen kann und vielleicht auch ein Problem lösen kann, so ist das wirklich im Interesse beider.

00:26:10: unserem letzten Sonntagsfrühstück, da haben sie mir gesagt.

00:26:13: Mit dem Kopf wusste ich dass ich nicht mehr Landeshauptmann bin aber das Herz war noch lange dabei!

00:26:19: Ist das Herz heute endlich in Pension oder?

00:26:23: Es ist in Pensions und auch in der Pension darf man nachdenken und so ist halt auch bei mir.

00:26:30: Ich muss oft einmal schon zwei, drei Mal in die Zunge hineinpeißen um mich im Moment nichts zu sagen wenn ich mit irgendeiner Entscheidung einfach nicht einverstanden bin.

00:26:41: Es gelingt mir oft dass sie nichts sage aber ab und zu irgendwie schlüpft mir doch ein Worte hinaus und ich habe auch Verständnis das die heutigen Verantwortlichen in der Politik und Verwaltung dass sie sagen Er hat lange Zeit die Möglichkeit gehabt, er soll jetzt still sein.

00:27:01: Jetzt sind wir am Ruder und jetzt entscheiden wir.

00:27:03: Ja!

00:27:04: Aber das Denken darf uns niemand nehmen.

00:27:07: Und so denke ich auch ab und zu noch.

00:27:09: Ich bin mit vielen einverstanden aber nicht mit allen.

00:27:13: Die Übergabe auf den heutigen Landeshauptmann Arno Kompaccio war nicht herzufüllt damals?

00:27:19: Bereuen Sie das heute?

00:27:20: Es ist so nett, ich habe ja nicht die Entscheidungsmöglichkeit ob oder nicht.

00:27:25: Ich habe ihn unterstützt und zwar deshalb weil kein besserer da war.

00:27:29: Und ich glaube mein Nachfolger ist intelligent und bemüht sich

00:27:34: usw.,

00:27:35: er hat natürlich ein anderer Mensch einen anderen Charakter.

00:27:39: Ich hab schnell entschieden und vor allem versucht dass die Dinge weitergeben, aber oftmals schnell entschied und nicht alles delegiert.

00:27:47: Nicht immer ein Gutdacht usw.

00:27:52: Das geschieht heute nach meiner Auffassung ab und zu ein bisschen zu wenig.

00:27:57: Ab und zu wäre es schon ganz gut wenn man einen Gang einlegen würde das ab und so nicht gleich darüber diskutiert wird und irgendeine Ankündigung gemacht wird sondern auch weitergegangen.

00:28:10: Und ich oft einmal bin alt ungeduldig!

00:28:12: Es wird aber ein Nachfolger und auch die Landesräte werden ja wissen, warum sie das so machen.

00:28:18: Und ich akzeptiere jede Entscheidung nur, dass sich niemand wundern.

00:28:22: Wenn ein Mensch der eine andere Mentalität hat, hat er auch ab und zu das Ein- und das Andere

00:28:28: klassiert.".

00:28:28: Das sind wir dabei!

00:28:29: Sie haben ja bei mir hier auch am Südtirol I frühstigstisch gesagt, dass sie nicht so gut verzeigen können.

00:28:36: Gibt es jemanden mit dem sie gerne Frieden schließen würden?

00:28:39: Offiziell?

00:28:42: Verzeihen, aber nicht vergessen.

00:28:44: Ja, gell?

00:28:44: Wir haben einen Pfand... Ich

00:28:45: tue schon, weil ich sage das ist Christenpflicht und auch bringt man das nicht wenn ich das irgendwie hinter mir herziehe.

00:28:53: Das ist eine ständige Belastung.

00:28:56: Aber erinnern tun wir halt immer wieder.

00:28:59: D.h.,

00:29:00: wenn ich weiß jemand hat mich einmal ungerecht behandelt oder hat das und das irgendwie über mich gesagt was nicht wahr ist oder hat mich so und so behandelt von oben herab, dass vergessen du ist nicht verzeihrend.

00:29:17: Und ich möchte es vergessen aber ich kann's nicht vergessen.

00:29:21: man sagt mir noch ich habe ein gutes Gedächtnis ja auch im negativen.

00:29:25: das heißt das wäre ich oft einmal viel gescheiter wenn würde ich es vergessen dann hätte ich mich auch viel leichter.

00:29:34: Ich muss sagen, das ist immer so.

00:29:37: Verschiedene Charaktere kann man ja voneinander zu.

00:29:40: Da funktioniert ab und zu!

00:29:45: Weil wir schon dabei sind – wer wird der neue Landeshauptmann?

00:29:48: mal direkt gefragt?

00:29:49: Haben Sie heute schon einen heißen Kandidaten?

00:29:51: Ich habe einmal gesagt, am Himmel sind viele Sterne.

00:29:55: Ganz genau!

00:29:58: Die leuchten und das ist nicht gut ausgelegt worden.

00:30:01: aber es war so.

00:30:02: auch damals hat man gesagt der und der hätte die Voraussetzungen und Abo, Abo... Man weiß es nicht.

00:30:11: Und so ich sage diesmal Es sind fünf, sechs Kandidatinnen und Kandidaten.

00:30:15: da wo man sagt hätten alle die Varaussetzung Aber man weiß letztendlich wer es schaffen wird.

00:30:22: Ich bin der letzte der Sack, der oder die wird es schaffen.

00:30:25: Wichtig ist dass eine Persönlichkeit wieder ans Ruder kommt, die gute Politiker sind aber vor allem auch gute Verwalter denn ich war zu viel verwollter Pragmatiker und so weiter, vielleicht etwas zu wenig Politiker.

00:30:41: Ich habe auch nie die Präsidentschaft der Partei übernommen weil immer gesagt habe ich bin für alle da und nicht gleich für die Parteimitglieder und deswegen ich bin von Natur aus viel zu viel oder viel mehr Pragmatikern.

00:30:55: Ich will das Probleme weitergehen, nicht gleich diskutiert werden, dass Entscheidungen getroffen werden usw.

00:31:01: Und die Parteiideologie ist Ich werde auch wichtig, denn jeder muss sich irgendwie zu einer Partei einbringen.

00:31:09: Aber das sollen diejenigen vor allem machen und führend machen, die die besseren Voraussetzungen diesbezüglich

00:31:16: haben.".

00:31:17: Was wünscht es sich heute hier bei mir für ihre Zukunft?

00:31:20: Ja, ich wünsche mir, dass es so weitergeht.

00:31:22: Das heißt, dass wir weiterhin in Südtirol an der Autonomie arbeiten und die Bevölkerung da sind.

00:31:28: Dass jeder einzelne das tut, was für besondere Eigenarten hat und Eigenschaften hat.

00:31:34: Ich wünsche mich, dass man für dieses Land, das wir übertragen bekommen haben, Südtiohl, dass er dieses Land so verwalten kann, dass die Bevölkerungen in diesem Land leben können, dass sie zufrieden sein können dass er einen gewissen Wohlstand hat, und nicht gleich ein Wohlstand zu einem Wohlbefinden hat.

00:31:54: Weil wir haben nur dieses Land!

00:31:56: Wenn wir eine Politik betreiben die ihr nicht der Bevölkerung entspricht und die Bevölkerung gezwungen ist wegzugehen weil sie keine Wohnung hat oder keinen Arbeitsplatz hat, weil sie kein Einkommen hat... Und dann muss wo geht's hin?

00:32:09: Wenn Sie nach Drehend gehen, hat sich schon immer die Sprache in ihrer Muttersprache und sonst ist sie gezwunken nach Deutschland an den Schweiz nach Österreich ins Ausland zu gehen.

00:32:19: Das ist nicht der Zweck unserer Autonomie, sondern der Zwecke unserer Autonomie.

00:32:24: Dass wir in diesem Land eine Politik betreiben, dass alle irgendwie sich wohlfühlen können, auch gut zusammenarbeitet sind und die Leute sich zurechtfinden.

00:32:38: Ich glaube das ist unsere Aufgabe.

00:32:39: Aber

00:32:40: was würden Sie vielleicht noch bevor wir zu unserem Abschlussspiel kommen?

00:32:43: Die Frage... Wie würden Sie sagen, wie steht unser Land heute im Jahrzeitausendsechsundzwanzig da?

00:32:48: Nach meiner Meinung sehr gesund und gut.

00:32:51: Weil wenn wir denken, die Autonomien in verschiedenen Ländern sind ja nicht die einzigen, die eine Autonomie haben.

00:32:57: Die sind bei Weitem nicht so weit als wir aber auch in Italien.

00:33:01: Da sind fünf mit matrienten Bozen.

00:33:04: separat sind sechs Regionen, die ihre Autonomies haben.

00:33:08: Unsere Autonomie ist sicher an übertreiben am weitesten

00:33:12: fortgeschritten.

00:33:13: Jetzt noch unser Abschlussspiel, Sie kennen das einfach mal eine Sätze kompletieren.

00:33:18: Fünfunddachzig zu werden bedeutet mir

00:33:21: Dankbarkeit weil ich es worden bin.

00:33:23: Der Louis vom Dagbauenhof war

00:33:26: ein Kind der damaligen Gesellschaft der mit Mut in die Zukunft geschaut hat.

00:33:31: Meine Eltern haben ihr beigebracht

00:33:34: Arbeiten sparen und vor allem Vertrauen haben.

00:33:38: Herr Norbert wäre ...

00:33:41: Entweder ein sehr strenger, geistiger Wohnen oder ein sehr aufgeschlossener, wo vor allem Zellibat und Scheidung und auch Frauen, Priestätum kein Problem gewesen wären.

00:33:54: Silvius Manjago

00:33:55: war ein großer Mann der in der damaligen Zeit mit vielen persönlichen Opfern die Geschicke unseres Landes versucht hat zu lösen.

00:34:05: Machtmacht mit einem Menschen?

00:34:08: Macht ist immer notwendig, wenn man irgendwie den Menschen helfen will.

00:34:13: Macht gibt dem Menschen die Möglichkeit seine Träume, seine Erkenntnisse in die Tat umzusetzen und deswegen ist Macht im Grunde genommen etwas positiv.

00:34:24: Ein guter Politiker muss

00:34:26: immer beim Volk sein vor allem bei uns.

00:34:30: Wir müssen das Ohr beim Volken haben.

00:34:34: wir wissen dass wir die Politik nicht für uns sondern für das Volk machen.

00:34:38: Arnold Kompatscher ist.

00:34:40: Ein sehr intelligenter Landeshauptmann, der in seiner Art mit seinem Charakter die Probleme lösen will und hat vieles gelöst.

00:34:53: Und einiges ist übergeblieben und das werden wohl seine Nachfolger lösen.

00:34:57: Verzeihen bedeutet?

00:34:59: Verzeigen bedeutet nicht vergessen!

00:35:03: Ich sage ich verzeige jedem dem er Unrecht getan hat und da suche ich jeden, der mich unrecht getan hat.

00:35:09: Der Seri ist auch tot!

00:35:10: Aber vergessen das ist eine Charaktersache.

00:35:14: Das kann nicht jeder Und ich kannst es nicht vergessen Immer wieder.

00:35:17: wenn irgendwo vorbeigehe Dann erinnere mich Da und da hatten wir unrecht getan Bei diesem Bau bei diesen Vorhaben Da bin ja ausgepfiffen worden Und das irgendwie soll da.

00:35:28: Meine Familie ist

00:35:30: Ist mir sehr viel wert.

00:35:31: Je älter man wird, desto mehr schätzt man die Geborgenheit einer Familie.

00:35:35: Südtirol bedeutet mir.

00:35:37: Für mich sehr, sehr viel.

00:35:39: ich liebe dieses Land.

00:35:40: Ich habe versucht für dieses land das bestmögliche zu tun und ich hoffe dass es so weiter geht.

00:35:46: Herzlichen Dank an Louis Dunwalder.

00:35:48: Wir sehen uns dann zum neunzigsten Geburtstag wieder oder?

00:35:50: Machen wir das gleich aus.

00:35:51: ja

00:35:51: Das wäre schön wenn es da noch möglich ist.

00:35:54: Ja

00:35:54: logisch!

00:35:59: Wir wünschen Ihnen an dieser Stelle alles guter zum Geburtstag schon vorab.

00:36:03: Ich weiß, das macht man normalerweise nicht aber trotzdem vom ganzen Land.

00:36:05: alles Gute und das letzte Wort hier am Sonntagsfrühstück gehört immer meinen Gästen damit auch ihnen bitteschön!

00:36:11: Ja ich meinerseits möchte vor allem allen Südtirolern ja Südtirulern ganz gleich welcher Muttersprache sie sind herzlich danken für die lange offene freundschaftliche Mitarbeit die von Ihnen erfahren habe.

00:36:24: Ich kannte all das, was ich getan habe nur mit Unterstützung meiner Mitbürgerinnen und Mitbürgern.

00:36:31: Wir alle können uns freuen dass wir diese Zeit erlebt haben und auch genutzt haben

00:36:38: Eine Persönlichkeit, die unser Land über Jahrzehnte geprägt hat.

00:36:41: Besonders spannend fand ich, wie offen er heute über das Älterwärm loslassen und die Menschen spricht, die ihn auf seinem Weg begleitet haben!

00:36:48: Und auch nächsten Sonntag feiern wir Geburtstag.

00:36:51: Dreißig Jahre Sportfreunde Stillon mit Peter von den Sportdys.

00:36:56: Feuer und Flamme – Das

00:36:57: Südtirol-Einssonntagsfrühstück

00:36:59: Immer von zehn bis zwölf Uhr und online zum Nachhören im Südteroleins

00:37:04: Podcast.