Sporti-Frontmann: Peter Brugger

Shownotes

30 Jahre Sportfreunde Stiller: Frontmann Peter Brugger blickt im Sonntagsfrühstück auf drei Jahrzehnte Bandgeschichte zurück – von „Ein Kompliment“ und „Applaus, Applaus“ bis zum legendären WM-Sommer 2006. Er erzählt von besonderen Momenten, Krisen und der Auszeit der Band und verrät, warum die Musik die Sportfreunde damals „gerettet“ hat. Außerdem geht’s um neue Musik, die Energie bei den aktuellen Konzerten und den Auftritt am 10. Oktober in der Stadthalle Bozen.

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00:00:01: Feuer

00:00:01: und Flamme, der Südtirol I Podcast

00:00:04: zum Sonntagsfrühstück.

00:00:08: Da zünden wir heute dreißig Herzen an auf dem Geburtstagskuchen am größten Frühstücksdicht des Landes für die Sportfreunde Stilla!

00:00:18: Lele, mach nur weiter.

00:00:20: Zumindest wir erstellen uns den Kuchen vor weil wir kennen meine Backkünste und die sind nicht die besten.

00:00:26: Wir feiern runden Bandgeburtstag der Sportfrau des Stiller mit Franz-Mann Peter Prucker.

00:00:31: Er sprecht über die ganz großen Höhen, die sich vielen tiefen natürlich auch verrückte Tourgeheimnisse und natürlich über das große Konzert am zehnten Oktober in der Stadthalle in unser Landeshauptstadt.

00:00:41: jetzt bei dir Magdalena.

00:00:43: Feuer und Flamme – Das Sonntagsfrühstück

00:00:47: Peter, willkommen bei uns am größten Frühstückstisch des Landes.

00:00:50: Ja

00:00:50: vielen herzlichen Dank!

00:00:52: Wie geht's dir denn?

00:00:53: Gut

00:00:53: danke für mich.

00:00:55: Dreißig Jahre jung das ist

00:00:58: super.

00:00:58: Da sind wir ja gleich alt.

00:00:59: schau her.

00:01:00: Wahrscheinlich nicht ganz aber okay ich nehme das mal so.

00:01:06: So viele unserer Hörer sind irgendwie auch mit euch aus den Kinderschuhen auch rausgewachsen, erwachsen geworden.

00:01:12: Auch ich eben mit euren Songs.

00:01:13: das ist schon crazy oder?

00:01:15: Also diese Zahl dreißig wenn du dir die so auf der Zunge zu gehen lässt.

00:01:19: Wo nach schmeckt sie?

00:01:20: Ja

00:01:20: die schmeckt nach unzähligen Erlebnissen Mit der Band nach vielen Reisen im Tourbus Nach tollen Orten an denen wir Konzerte gespielt haben und Menschen getroffen haben über unsere Musik.

00:01:35: Das ist ein total schönes Geschenk einfach!

00:01:37: Ja, ihr kommt bald zu uns am zehnten Oktober in die Stadt Halle.

00:01:42: Was erwartet uns?

00:01:43: Welche Geburtstagshause gibt es?

00:01:45: einen Special?

00:01:46: wahrscheinlich von vorne bis hinten.

00:01:48: eure Größenhitze natürlich aber was erwartet denn sonst noch?

00:01:51: Also es erwartet euch wenn ihr da hinkommt einfach ein fulminantes Hit gespecktes Sportfreundekonzert.

00:02:01: Ich tue mir ein bisschen schwer von uns selber jetzt zu schwärmen, aber ich muss sagen die Konzerte in diesem Jahr sind einfach toll!

00:02:09: Das macht so Spaß.

00:02:10: es ist eine total schöne Atmosphäre.

00:02:14: Es scheinen alle zu genießen also sowohl wir auf der Bühne als auch die Leute davor im Publikum.

00:02:19: und Ja, das ist einfach... Das tut so gut auch.

00:02:23: Wir laden uns gefühlt alle auf mit Energie die wir alle gut brauchen können gerade für den Alltag.

00:02:28: Wenn du an Südtirol denkst, was fällt dir da ein?

00:02:31: Oder wenn du jetzt nach Südtirol kommst

00:02:33: Da passiert einfach etwas.

00:02:34: Wenn ich da rein fahre dann geht bei mir sofort, sprich wirklich so die Sonne auf und dieses Gefühl von Jetzt bin ich da wo es leichter ist Wo es wärmer ist wo ich quasi loslassen kann.

00:02:49: Das ist das Gefühl, dass ich so seit eigentlich der Kindheit kenne wenn wir von Bayern den Weg da runterfahren und bei euch dann landen.

00:02:58: Ich liebe es einfach!

00:02:59: Und wir freuen uns natürlich auf eure Songs.

00:03:03: Wir können mitsingen oder zwischen Applaus, Applaus und ein Kompliment – so gut wie jeder Text sicher?

00:03:09: Weil wir auch so spezielle Verbindungen oft haben zu euren Songs sei es die eigene Hochzeit Liebesgeschichte, besondere Erlebnisse.

00:03:19: Lass uns noch kurz über die Songs sprechen!

00:03:22: Ein Kompliment zum Beispiel.

00:03:23: Ganz persönlich gefragt Peter du was verbindest Du mit dem Song noch immer?

00:03:27: Ganz ganz viel.

00:03:28: Immer dieser Blick von der Bühne ins Publikum wenn ich dieses D-Anschlag am Anfang des Liedes wenn es so losgeht wie Leute in diesen Sekunden begreifen dass jetzt das Komplament kommt und dann entweder total auszucken oder verzweifelt nach im Handy suchen ob es in die Luft zu recken.

00:03:48: Es ist unglaublich, welche Reise dieses Lied genommen hat also vom kleinen Kämmerchen bis hinaus und es scheint ja immer noch weiterzuwachsen.

00:03:57: das ist verrückt.

00:03:58: so neue Leute entdecken des Lied wieder für sich und wie du schon gesagt hast steht so für ganz viele Beziehungen.

00:04:06: kennengelernt haben oder lieben gelernt haben das für ihre Beziehung, mit ihrer Beziehungen verknüpfen oder mit schönen Liebeserlebnissen sag ich mal so.

00:04:16: Was habt ihr denn damals im Kopf gehabt beim Songwriting?

00:04:20: Ich würde mal sagen einfach schöne Worte und Bilder zu finden um die Liebe zu beschreiben.

00:04:27: wir wollten einfach charmant sein und wir wollten die Sprache dazu nutzen um eine Verbindung herzustellen zu einem Menschen.

00:04:36: Und Applaus Applaus wenn du an den Song denkst.

00:04:39: Ich denke an eine Hütte in Österreich, die haben wir gemietet und haben da ne Woche verbracht.

00:04:48: Und haben so Ideen ausgetauscht und Flo hat uns so die erste Idee von Applaus, Applaus vorgespielt.

00:04:55: Ja ich hab's noch gar nicht gecheckt wie die größte dieses Songs.

00:04:59: und ja dann sind wir nach Hamburg gefahren und haben es aufgenommen.

00:05:03: Da kann ich mich auch noch genau an die Stimmung erinnern, als wir es dann total brüllend laut uns angehört haben.

00:05:10: Als wir es fertig aufgenommen hatten.

00:05:11: und das sind auch schon tolle Bandmomente wenn so eine Lied-Idee zu einem fertigen Lied wird.

00:05:19: Dreiseg Jahre ihr drei, die drei Musketiere irgendwie... Was ist euer Geheimnis?

00:05:24: Was hält euch bis heute zusammen?

00:05:26: Ist es allein die Musik oder die Begeisterung zur Musik?

00:05:30: Das ist es einmal, so diese Leidenschaft die uns irgendwie nie abhandengekommen ist auch in den schwierigeren Momenten.

00:05:37: Das ist schon das verbindende Element und dass wir die Musik so arg lieben so mögen, wie wir zusammen Musik machen.

00:05:46: Das ist ja auch so.

00:05:47: manchmal passt einfach mit Leuten das musizieren und wir haben es ja mit anderen Leuten auch ausprobiert und da passt dann nicht so gut!

00:05:54: Das ist halt.

00:05:56: die Chemie muss halt da auch stimmen man muss Kompromisse machen wie es halt jeder auch... Ja es ist nichts anderes irgendwie eine Ehe zu dir.

00:06:04: Was würdest du denn sagen?

00:06:05: Natürlich erkennt euch in und aus wenn ich so die Rollenverteilung in eurer Beziehung Wie läuft denn die so ab?

00:06:10: Also Flo Unser Schlagzeuger ist auf jeden Fall der, der immer Hummeln im Arsch hat.

00:06:15: Der uns immer antreibt... ...der schwer sich tut mit stillsitzen sondern der muss einfach weiter machen und voranschreiten.

00:06:25: Dann bin ich vielleicht derjenige, der das Ganze ein bisschen bremst Und auch mal sagt hey lass uns mal das erstmal anschauen und nachfühlen wie es so ist.

00:06:34: und Rüde Der Rüder, der ist da irgendwo zwischen uns und hat eine ganz eigene Sicht nochmal auf die Dinge.

00:06:41: Er ist so ein bisschen der Visionär, der denkt und fühlt in die Zukunft oft und hat da so einen Bild von uns, den wir dann auch oft nachgehen.

00:06:51: Das ist echt ganz interessant so.

00:06:55: Eine besondere Freundschaft definitiv!

00:06:57: Was hast du denn vielleicht auch über dich selbst durch die Freundschaft gelernt?

00:07:02: Über die Jahre?

00:07:03: Ach

00:07:03: viel, viel... Ich habe gelernt zum Beispiel, wann ich an meine Grenzen komme.

00:07:07: Wann ich auch mal Nein sagen muss und auf mich schauen muss weil das ist auch wichtig in der Freundschaft.

00:07:14: Weil wenn man über diese Grenze hinweggeht dann geht es halt einfach nicht mehr.

00:07:19: Dann ist es auch verloren.

00:07:20: Man muss sich selber oft schauen und nur dann kann man das Beste von sich einbringen.

00:07:25: Das habe ich gelernt.

00:07:26: Dann habe ich gelernt zu Vertrauen auch.

00:07:28: also man muss nicht alles immer selber in der Hand haben und kontrollieren.

00:07:33: andere können auch Sachen sehr, sehr gut.

00:07:35: Ja einfach auch vielleicht diese sich ja wie du schon sagst auch dass sich fallen lassen und sich dieses blind verstehen.

00:07:43: vertrauen aber das ist irgendwo auch das schöne.

00:07:46: oder an der ganzen Sache?

00:07:47: Ja finde ich schon.

00:07:48: also wenn man dann merkt man kann gerade nicht so gut und die anderen übernehmen das ist wirklich was total schönes.

00:07:54: so weil es einfach... Ich glaube wir alle kommen Manchmal an so einem Punkt, wo er in die Kraft ausgeht und wo man denkt, ich kann jetzt grad nicht mehr.

00:08:02: Und wenn da jemand hat der übernimmt und der einen dann vielleicht so mitzieht bis man aus dem Loch wieder raus ist das ist was total Tolles.

00:08:10: Lass uns noch mal ein bisschen zurückgehen dieses Jahr zum Jahr zehntausend siebzehn.

00:08:15: Was ist denn damals so in dir vorgegangen?

00:08:17: Wenn du es aus der heutigen Perspektive siehst

00:08:20: also in mir reifte der Entschluss zu sagen Ich möchte jetzt noch gerne die Tour zu Ende spielen, die wir gebucht haben.

00:08:29: zum Album Stummenstille damals und danach möchte ich eine Pause machen.

00:08:34: Eine Pause über unbestimmte Zeit weil ich gemerkt habe so es wiederholt sich gerade alles aber auf einer Art die nicht easy ist und die nicht von Energie und von der guten Atmosphäre getragen ist sondern die eher Kraft kostet die halt nicht im Flow ist und so.

00:08:56: Und dann habe ich versucht es den anderen zu sagen, wir sind nicht übereingekommen wird.

00:09:04: Wir waren unterschiedlicher Meinung und das Gefühl zur Band war unterschiedlich.

00:09:09: Dann mussten wir feststellen wie wir in eine Sprachlosigkeit gefallen sind und ohne konkrete Absprache in eine Pause gegangen sind Ja, die jetzt in der Rückstatt total wichtig war.

00:09:25: Aber die so unglücklich, ungut gestartet ist einfach.

00:09:29: Drei Jahre hat sie gedauert.

00:09:31: Geil in Summe dann!

00:09:33: Wenn man dann so zusammen kracht... Wie schafft man Star wieder zueinander zu finden?

00:09:39: Ich glaube, das können wir uns für uns ins Privatleben auch mitnehmen.

00:09:42: Vielleicht wenn dann einmal eine Freundschaft zusammenbricht und sich wieder zu raufen.

00:09:48: Wie habt ihr es damals geschafft?

00:09:50: Wir hatten natürlich die Musik im Hintergrund und der Gedanke kann es jetzt... warst du es jetzt oder geht die Geschichte irgendwie weiter?

00:10:02: Das wollten wir einfach ausprobieren so.

00:10:04: Es war natürlich gut, dass wir die Musik hatten.

00:10:06: also wir haben uns getroffen und haben gesagt wir spielen jetzt einfach mal ein Giet und spüren da rein wie das so ist und was es in uns hervorbringt.

00:10:16: Und das hat uns natürlich geholfen um dann auch wieder ins Gespräch zu kommen.

00:10:22: Was ist bei dir?

00:10:22: Was war jetzt bei dir, was hast du aus der Zeit mitgenommen und wie sind so die Gedanken zum Leben.

00:10:28: Glaubst du das war vorher ein bisschen da Knackpunkt weil er vielleicht auch zu wenig über euch persönlich gesprochen hat?

00:10:36: Weil normalerweise eigentlich so oder es ist jetzt vielleicht ein Klischee egal.

00:10:39: So Männerfreundschaften, das sagt man noch mal außen, aber das nervt mich jetzt.

00:10:43: Das kennen wir normalerweise in den Mädelsgruppen dass man eher für sich selbst alles ein bisschen rein frisst.

00:10:50: Hattet ihr das auch so?

00:10:52: Auf eine Art schon, aber wir haben schon versucht uns auszutauschen.

00:10:55: Aber wir haben... Uns hat das Verständnis für einander gefehlt!

00:10:58: Also ich glaube jeder hatte es so ne fixe Vorschläge von dem was jetzt passieren muss dass wir den anderen gar nicht richtig gehört haben.

00:11:06: also jeder hat schon versucht sich mitzuteilen aber irgendwie hat's nichts sollen sein und nicht nicht hingehauen.

00:11:12: so Und das mussten wir auch lernen einfach dass man Auch wenn wenn wenn das was der andere sagt gerade nicht so Schön ist anzuhören, dass man das trotzdem erstmal akzeptieren muss und so stehen lassen muss.

00:11:27: Dann der erste Moment wieder zurück auf der Leißbühne!

00:11:30: Wie war denn der?

00:11:31: Ja

00:11:31: sehr emotional, sehr unbeholfen.

00:11:34: auch muss ich sagen wir haben mit einem ganz kleinen Club in Landshut damals unser erstes Konzert gespielt.

00:11:39: Erst mal nur für Freunde.

00:11:42: Wir waren auch nicht eingeübt und so, aber wir wollten wieder starten.

00:11:47: Es war sehr rührend und bewegend zu ... Und dann auch festzustellen wie viele Lieder wir eigentlich haben die uns eine Menge bedeuten.

00:11:55: das war schon ergreifend einfach toll!

00:11:58: Und jetzt schauen wir einmal weg von der großen Bühne denn hinter dem Musiker sitzt natürlich ein ganz normaler Mensch so wie wir alle Jetzt mal abgesehen so vom Tour Live.

00:12:08: In Südtirol sagen wir Potschensundig, also wenn du mal gar nix machst an einem Sonntag ein freier Sonntage wie schaut der in deinem Leben aus?

00:12:16: im besten Fall?

00:12:17: Wie heißt das Wort nochmal?

00:12:19: Potschsundig!

00:12:19: Also die Hausschuhe sind die Potschen bei uns.

00:12:22: Potschnsundig sagen wir dazu.

00:12:24: Das

00:12:25: ist toll, das ist toll.

00:12:27: Ja also erst einmal schonmal bitte ohne Wäcker ausschlafen, irgendwann mal aus dem Bett rauskriechen Kaffee machen und wieder ins Bett zurück, das finde ich super.

00:12:38: Und dann ... wir haben Hunde zwei an der Zahl.

00:12:43: Dann liebe ich es schon sehr, loszugehen mit denen und einfach weiterzulaufen.

00:12:49: Gar nicht zu denken, ich habe jetzt irgendwie einen Termin und kann nur eine kleine Runde gehen, sondern einfach laufen am besten durch den Wald.

00:12:56: Und sich dabei unterhalten und so in den Tag rein spazieren, das find ich auch super.

00:13:05: Dann liebe ich natürlich den Sport entweder aktiv oder auch sehr gerne passiv.

00:13:11: Am Wochenende gibt es viele Fußballspiele anzuschauen, das lieb' ich schon sehr!

00:13:15: Also dann gehe ich nach dem Spaziergang aufs Sofa und dann bestelle ich mir eine Pizza gerne vegetarisch, hau mir ein Knoblauchöl drauf, trinkt zur Feier des Tages einen Spezi dazu und geht wieder schlafen.

00:13:29: Das klingt nach einem sehr entspannten Sonntag... Wie gut machten da die ganze Family mit?

00:13:37: Wenn ich Fußball glotze, dann sind sie nicht so dabei.

00:13:39: Dann machen sie was anderes meistens und ansonsten ist die Family schon gerne dabei.

00:13:46: Wie wichtig ist es dir denn heute auch einfach mal der Betor zu sein?

00:13:49: Weil ich meine, seit Jahrtausendsehnten war schwierig für dich auch.

00:13:53: Du warst damals ja komplett ausgebrannt.

00:13:55: Fällst du heute noch einmal in alte Muster zurück oder schaffst du das ganz gut?

00:13:59: Auch dazu sagen jetzt stoppen wir mal.

00:14:01: Moment ein bisschen Orch von Gas!

00:14:03: Mir gelingt's ganz gut.

00:14:05: aber ich würde auch lügen wenn ich sage dass ich total frei davon bin und ich glaube dass es auch klar ist man kriegt es ja nie so ganz los dass man wieder irgendwie in der Situation gerät, wo man sich denkt, irgendwas passt jetzt gerade nicht so.

00:14:19: Ich checke es auch manchmal nicht sofort was jetzt gerade los ist und was halt jetzt grad der Fehler im System ist.

00:14:25: aber das gelingt mir viel besser als früher einfach weil ich auch eben gelernt habe wie vorher schon gesagt dass es total wichtig ist dass man auch auf sich selber schaut weil man eben nur dann die Energie hat die so ein gemeinsames Projekt benötigt.

00:14:42: Insofern habe ich viel gelernt und manchmal hab' ich wieder in die Falle.

00:14:45: Ja, ich glaube das kennen wir alle von uns selbst auch!

00:14:49: Jetzt über dreißig Jahre natürlich so eine Bandzeit ist lang, die ist intensiv.

00:14:55: Man hat dieses Privatleben Familie Beziehung dann die Tochter es sind andere Prioritäten.

00:15:00: was glaubst du denn so über die jahre vielleicht auch für dich privat?

00:15:02: Was sind denn so die Dinge die du vielleicht auch vermisst weil du sie verpasst hast?

00:15:08: Gibt's die?

00:15:08: Nein,

00:15:09: im Grunde nicht.

00:15:10: Dadurch dass wir immer wieder so Phasen hatten wo wir auch viel zu Hause waren das quasi diese kreativen Phasend in denen man schreibt und versucht sich Inspiration zu holen indem wir nicht so viele unterwegs waren nicht soviele Konzerte gespielt haben Das ist schon auch sehr privilegiert gewesen.

00:15:28: Insofern habe ich schon sehr viel Privatzeit gehabt.

00:15:34: Nee, eigentlich manchmal sind so Freundschaften ein bisschen zu kurz gekommen.

00:15:38: Die zu pflegen weil sich die Leben einfach nicht so gut parallel gelaufen sind.

00:15:47: Das ist vielleicht das Einzige was ich so ein bisschen bereue.

00:15:52: aber ich habe dann auch gemerkt, man muss dich halt aktiv drum kümmern.

00:15:58: Es geht wahrscheinlich auch jedem so Es wird ja immer schwerer, das so unterzubringen.

00:16:04: Man arbeitet halt viel und schafft sich sonst auch viel drauf.

00:16:08: Freunde muss man genauso pflegen wie eine Demokratie.

00:16:13: Das muss man auch lernen, dass es nicht selbstverständlich und gegeben

00:16:17: ist.".

00:16:17: Und

00:16:17: vielleicht auch diese soziale Batterie?

00:16:20: Die ist schon manchmal einfach leer!

00:16:23: Überhaupt auch in deinem Job vor allem, logischerweise.

00:16:26: Aber auch von anderen Jobs her vielleicht dass wir auch manchmal da ausgebrannt sind und es ist auch schwierig dann manchmal zu sagen okay den eigenen inneren Schweinehund überwinden und sagen jetzt mache ich das mit die Mädels oder jetzt gehe ich echt mit die Jungs einmal in die Bar und setzten uns zusammen?

00:16:42: Ja das stimmt.

00:16:43: also im ersten Moment denke ich oft wenn dich heimkommt so war ich kann nicht will jetzt niemanden sehen und so.

00:16:49: Und ich will für mich sein, aber wenn ich es dann doch mache, merke ich wie gut's tut.

00:16:54: Man kann sich auch in sozialer Gesellschaft erholen.

00:16:57: Das musste ich auch lernen.

00:16:59: Ich dachte immer Erholung geht nur, wenn ich wirklich alleine für mich da horke und gar keinen total war, das stimmt nicht so.

00:17:06: Also ein schöner... Offener Austausch und ohne Erwartungen, aber dass es einfach fließt und flowt so.

00:17:14: Das ist eigentlich die schönste Erholung finde ich.

00:17:16: da kriegt man ja so viel.

00:17:20: Ich muss sagen ich tu mir schwer den Songtitel einfach nur so daher zu sagen denn muss man fast singen oder beter.

00:17:28: Die Melodie klingt sofort mit

00:17:31: an diesen Fussball Sommer also zur thousand six.

00:17:34: ich kann mich so gut daran erinnern.

00:17:36: also wir hatten daheim so einen kleinen Röhrenfernseher.

00:17:39: Den haben wir ausgegraben im Keller und meine Eltern wollten eigentlich nicht, dass wir jedes Fußballspiel schauen weil auch einfach zu viel.

00:17:46: aber wir hatten diesen Fernseher und ich habe damit meinen Brüdern einfach ja So gut wie jedes Spiel verfolgt und mitgefiebert, deswegen auch das Song der mich total begleitet hat.

00:17:57: Und was mich interessiert wenn du an diesen Fußballsommer zurück denkst?

00:18:00: Ich glaube eben ihr seid dann damals ja absolut durch die Decke gegangen.

00:18:05: Das verbindest du natürlich damit.

00:18:06: aber was sonst noch?

00:18:08: Ja ich habe den Sommer in Erinnerung erstens als dauerhaft schön wetterig so Da war nur Sonnenschein gefühlten nur Partystimmung auf den Straßen in Deutschland.

00:18:22: Und was ich so geliebt habe, war einfach dass so viele Gäste da waren also... Da hast du ein jeder Ecke halt bei jedem Spiel andere Farben gesehen und das war ein so buntes Deutschland wie ich es danach eigentlich nie mehr erlebt hab.

00:18:39: Das fand ich wunderbar an der ganzen Geschichte.

00:18:43: Und dann noch für uns persönlich Ein Doppel des Mitfiebern.

00:18:47: Also wir haben mit unserer Mannschaft gefiebert und dann haben wir noch mit unserem Lied gefiebert, das quasi mit jedem Sieg der Mannschaft irgendwie weiter den Schatz nach oben geklettert ist und noch breiter geworden ist und größer geworden ist.

00:19:03: Und es war schon so ein toller Mix für uns als Fußball-Fans und Band.

00:19:07: halt!

00:19:09: Und ehrlich?

00:19:10: Kannst du den Song manchmal nicht mehr hören heute?

00:19:14: Ich verbinde mit dem Lied Eigentlich die tollsten Erinnerungen, ich höre ihn eigentlich nie an.

00:19:20: Insofern habe ich kein Problem!

00:19:23: Ja lass uns ein bisschen in Erinnerungenschwellen.

00:19:27: So dein absurdes Tattoo-Moment.

00:19:29: Ich glaube es gab sicher viele in Reisegern aber so ohne Big Einen für uns Raps.

00:19:34: Okay, ich versuche... Mir ist mal ein Holzdildo gegen die Brust geworfen worden bei einem Festival.

00:19:39: Das war toll.

00:19:44: Aber der noch spurielere Moment war, als ich auf einem Festival in Österreich zum Crowdwürfen gegangen bin.

00:19:52: Als ich zurückgehen wollte auf die Bühne hat mich die Security nicht mehr hochgelassen weil sie mir nicht geglaubt haben dass ich der Sänger bin.

00:19:59: Ich musste dann wirklich ein paar Leute zusammenholen den dann überzeugten.

00:20:04: Also der hat seinen Job sehr gut gemacht

00:20:07: Das ist super.

00:20:08: Gibt es auch eine Geschichte, du sagst?

00:20:10: Man, der habe ich überhaupt noch nie erzählt und ich würde sie wahrscheinlich nicht erzählen aber den Südtirolern schon.

00:20:18: Nein da muss ich euch leider enttäuschen!

00:20:20: Es gibt einen aber das erzähle ich niemanden.

00:20:23: Okay dann lassen wir das so vielleicht nur ein bisschen zurück in den Tourbus.

00:20:29: Wie können wir denn den Sport-Tourbus uns vorstellen wenn ihr so unterwegs seid?

00:20:34: Wer ist denn da so der, was Leben nicht ungerät wird?

00:20:37: Was schnar ich da?

00:20:39: Nimm uns ein bisschen mit in den Bus.

00:20:41: Ja, menschliche Geräusche kommen aus fast jeder Koje und es ist wie im Family-Trip in einem riesen Bus mit Betten.

00:20:52: Man trifft sich unten in der Lounge und dann sitzt man zusammen, hört Musik, spricht ... paar Letzte bleiben bis in den Morgen da unten sitzen und hören laut Musik und grünen rum.

00:21:07: Und keiner kann irgendwie schlafen, oder?

00:21:09: Das ist ja... Dann

00:21:10: kommt man am nächsten Morgen in der nächsten Stadt an und das mehr oder weniger gerätet hat und dann ist man genau in diesem Tourfeeling.

00:21:20: Eine Frage!

00:21:21: Wenn du jetzt einen Tatlern mit einem deiner Bandkollegen tauschen könntest oder dürftest – die

00:21:28: Rolle?!

00:21:29: Mit wem dann und warum

00:21:30: denn?

00:21:30: Also ich glaube, ich würde gerne mal mit dem Rüde tauschen.

00:21:33: Weil der Rüder ist ja ein Phänomien.

00:21:37: Der braucht sehr wenig um irgendwie zufrieden zu sein Und er kommt von einer Bühne und schwupps ist er verschwunden weil er irgendwie mit den Leuten reden will.

00:21:48: also der schwärmt dann aus und labert dann über Stunden hinweg Mit Leuten.

00:21:56: Und dann kommt er irgendwie zur Wust zurück und hat aber seine Tasche irgendwo liegen lassen, fällt ihm aber nicht so genau auf weil er vermisst es auch nicht.

00:22:06: Also der ist wirklich einfach ein totales Phänomen und das würde ich schon mal gerne kennenlernen wie sich das anfühlt.

00:22:13: Bevor wir dich verabschieden testen wir noch deine spontan Idee.

00:22:16: Wir spielen unser schnelles Spielele nennt sich Mein Satz Dein Satz und ja am besten nicht lange überlegen und einfach antworten

00:22:27: Ein Rausch.

00:22:30: Mein perfektes Frühstück besteht aus

00:22:33: Hafermilch, Cappuccino und ein Erdbeermarmeladenbrot.

00:22:39: Wenn es ehrlich gemeint ist und gut formuliert ist sehr charmant und reizend.

00:22:51: macht manchmal verursacht, manchmal Höhenflüge.

00:22:55: Fußballist

00:22:57: Mein Lebenselix hier neben der Musik

00:22:59: Der Hoam bedeutet mehr So

00:23:03: sein zu können wie ich bin.

00:23:04: in Gesellschaft von lieben Menschen

00:23:06: Auf Tour brauche ich unbedingt

00:23:09: Ein Platz im Neidliner zum Schlafen und ansonsten eine Gitarre Und eine Bühne wäre auch ganz gut.

00:23:15: Das Schwierigste in dreißig Jahren war

00:23:22: Ich glaube, die Beziehung aufrecht zu erhalten.

00:23:24: Und das Schönste?

00:23:25: Sich nach einem gelungenen Konzert in den Armen zu liegen und sich unglaublich anzuschauen.

00:23:32: ist es jetzt wirklich passiert.

00:23:34: Peter danke dir für diesen Sonntagsrator!

00:23:36: Danke für dreißig Jahre Musik, die uns begleitet.

00:23:39: Danke für Songs, die für viele Menschen eben inzwischen ganz persönliche Erinnerungen... verbinden oder ja zu Erinnerungen geworden sind auch.

00:23:48: Wir sehen uns am zehnten Oktober in Potzen, wir freuen uns!

00:23:50: Ja

00:23:51: ich kann den Dank nur zurückgeben.

00:23:52: vielen dank an alle da draußen die unsere Musik mögen und danke dass wir dieses Leben führen dürfen.

00:23:59: Schon eine Wahnsinnsongs die so gut wie jeder mitsingen kann und einfach auch viele beim Aufwachsen begleitet haben.

00:24:05: das schaue ich dich gerade so an dich weniger vielleicht Wobei, so auf halbweg haben Sie dich wahrscheinlich ja auch begleitet.

00:24:12: Natürlich!

00:24:13: Und am kommenden Sonntag fahren wir uns auf den Newcomer des GUMIO-Karriere in Feuer und Flamme.

00:24:22: Feuer und flamme

00:24:23: – das Südtirol I Sonntagsfrühstück

00:24:26: immer von zehn bis zwölf

00:24:27: Uhr und

00:24:28: online

00:24:28: zum Nachhören im Südteroleins

00:24:30: Podcast.